Untersuchung der Zusammensetzung von Elektrokleingeräten und Entwicklung einer Demontagedatenbank

Die Verbesserung von Verfahren zur Aufbereitung und Verwertung von Elektroaltgeräten (EAG) erfordert umfassendere Methoden und Datengrundlagen zur Charakterisierung dieses heterogenen Abfallstroms. Der derzeitige Schwerpunkt der Beprobung von EAG basiert zumeist auf analytischen Verfahren von wertstoffreichen Bauteilen wie z.B. Leiterplatten. Die Zusammensetzung des Abfallstroms basierend auf den typischen Eigenschaften von Produktgruppen wurde bisher kaum untersucht.

Die Verbesserung von Verfahren zur Aufbereitung und Verwertung von Elektroaltgeräten (EAG) erfordert umfassendere Methoden und Datengrundlagen zur Charakterisierung dieses heterogenen Abfallstroms. Das Ziel eines laufenden FFG-Projekts ist die Entwicklung und Optimierung der gesamten Rückgewinnungskette für kritische Rohstoffe aus EAG (Projekt „Rohstoffe aus EAG“). Ein Unterziel dieses Projekts stellt die Charakterisierung von repräsentativ ausgewählten Elektrokleingeräten mittels Demontageversuchen dar. Dieses Paper beschreibt die Entwicklung der Demontagedatenbank auf Basis von manuellen Demontagen von Elektroaltgeräten. Die Demontagedatenbank mit derzeit 1.005 Elektroaltgeräten aus 77 Gerätearten ermöglicht einen detaillierten Einblick in die Materialzusammensetzung sowie Variabilität der Materialanteile. Neben der methodischen Vorgehensweise werden Ergebnisse zur Auswertung von ausgewählten Gerätearten vorgestellt. Darüber hinaus werden Anwendungsfelder für die Nutzung der Datenbank für Verwertungsbetriebe diskutiert.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Recy & Depotech 2016 (November 2016)
Seiten: 6
Preis: € 3,00
Autor: Dipl.-Ing. Mag. Peter Beigl
Dr. Stefan Salhofer

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Fortschritt mit Pfand?
© Rhombos Verlag (12/2016)
Die möglichen Auswirkungen eines Pfandsystems für Elektro- und Elektronikkleingeräte müssen noch genauer untersucht werden

VDI 2343 Recycling von elektr(on)ischen Geräten – Blatt Vermarktung
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2016)
Die Aufgabe des Blattes „Vermarktung“ ist es Empfehlungen zu erarbeiten, wie Wertstoffe, die in Altgeräten enthalten sind, dem Wirtschaftskreislauf wieder verfügbar gemacht werden können. Gezielte Maßnahmen sollen dabei die Umwelt davor schützen, dass die in den Geräten notwendigen und nützlichen, sonst aber schädlichen Stoffe freigesetzt werden.

RUN: Sammlung, qualitätsgesicherte Aufarbeitung und Vermarktung gebrauchter Notebooks aus Haushalten
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2016)
Ziel des Projekts „RUN“ (ReUse Notebook) ist der Aufbau eines Systems zur Sammlung, Wiederaufarbeitung und Wiederverkauf gebrauchter Notebooks und ähnlicher Geräte aus privaten Haushalten sowie von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Die Sammlung von Notebooks konzentriert sich zunächst auf den deutschen und österreichischen Markt. Im Fokus der Wiederverkaufsaktivitäten stehen vorerst Osteuropa, Deutschland und Österreich.

Re-Use von Antriebsbatterien aus Elektrofahrzeugen in Stationärspeichern – Chancen und Risiken
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2016)
Das Thema der Lithium-basierten Batterien wird immer wichtiger, sowohl im Kontext der Elektro-Mobilität als auch im Bereich der stationären Speicher. Der Hauptfokus liegt hier beim Produzenten meist auf der Anwendung im First-Life. Aber auch nach dem First-Life im Mobilitätssektor besitzen die Batterien meist noch ein hohes Potential für weniger anspruchsvolle Anwendungsbereiche in einem Second-Life. Auf diese Weise können hohe Kosten, CO2-Emissionen und Deponierung von Material im Falle der Entsorgung der Lithium-Ionen-Batterien vermieden bzw. zeitlich verschoben werden. Dies ist von Vorteil, da die Recyclingverfahren immer weiterentwickelt werden und zukünftig höhere Recycling-Quoten ermöglichen.

Materialzusammensetzung und Recycling von Leiterplatten
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2016)
Die Entsorgung von Leiterplatten (LP) stellt eine ökologische Herausforderung dar. Gleichzeitig gewinnt deren Recycling immer mehr an Bedeutung in der Montan- und Recyclingindustrie. Einerseits, wegen der enthaltenen gefährlichen Stoffe, wie zB. Hg, Pb, Cd und Be, chlorierte und bromierte Flammschutzmittel und andere, hat die Entsorgung bzw. Recycling von LP eine wesentliche umweltökologische Relevanz. Andererseits, sind in den LP eine große Bandbreite an wertvollen Metallen enthalten, v.a. Cu, Fe, Al, Au, Ag und Pd.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?