Wiederverwendung

Handeln, ohne dass Abfälle entstehen, ist ökoeffizient: Werden Abfälle vermieden, sind sie nicht zu entsorgen. Damit wird keine Energie benötigt und es fallen keine Kosten und Emissionen auch klimarelevanter Art an.

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Vergessen, abgeflext und abgeschleppt!

„Aus den Augen aus dem Sinn“. In Bremen werden jedes Jahr mehrere Hundert Fahrräder mit platten Reifen, verbogenen Felgen und aufgeplatzten Sätteln an Laternen, Straßenschildern und Fahrradständern abgestellt und vergessen.

In Bremen wird viel und gerne Fahrrad gefahren, doch die Stellplätze am Hauptbahnhof, im Innenstadtbereich, in der Neustadt sowie im Viertel sind überfüllt mit Schrottfahrrädern, die zudem das Stadtbild verschandeln. Umwelt- und Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse sammelte heute (11. April 2017) zusammen mit Dr. Georg Grunwald, dem Geschäftsführer des Umweltbetriebes, Schrotträder in der Neustadt ein. „Schrotträder werden an Fahrradbügeln vergessen und blockieren so wertvollen Parkraum. Gute und zahlreiche Möglichkeiten, die Räder sicher abstellen zu können, sind sehr wichtig für eine Fahrradstadt wie Bremen“, sagte Senator Lohse und packte selber bei einer Sammeltour in der Neustadt mit an. Regelmäßig sind die Kollegen vom Umweltbetrieb Bremen im Auftrag des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr auf Bremens Straßen unterwegs. Sie sichten Schrotträder und markieren sie mit einer Banderole. „Wenn nach vier Wochen das Rad nicht abgeholt ist, wird es bei einer Sammeltour eingesammelt“, beschreibt Dr. Georg Grunwald das Verfahren.

Die Schrottradsammlung wird über die Abfallgebühren finanziert. Einmal in der Woche werden in den verschiedenen Stadtteilen vergessene Räder abgeflext und abgeschleppt. Zusammen mit der Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (WABEQ) werden die Räder eingesammelt, abtransportiert, gelagert und dann wiederverwendet. Die verkehrssichere Aufbereitung der Räder ist so erfolgreich, dass auch eine große Anzahl Fahrräder wieder eingesetzt werden kann. Pro Jahr entstehen so rund 400 Recycling-Räder, die sozialen Einrichtungen und nicht kommerziellen Projekten zur Verfügung gestellt werden – zum Beispiel für Flüchtlinge in Bremen aber auch für Schulkinder in Ghana.

Auf der heutigen Tour wurden 51 Schrotträder im Bereich Findorff, Mitte und Neustadt, eingesammelt. Alle Räder waren nicht mehr fahrtüchtig und erfüllten die „Schrottmerkmale“. Vier Wochen zuvor wurden sie mit einer Banderole markiert. In den oben genannten Gebieten erfolgen Sammeltouren im monatlichen Rhythmus. In dem Zeitraum 2011 bis 2016 wurden insgesamt 3.953 Schrotträder markiert und 2.531 Schrotträder aus dem Stadtbild entfernt.

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Pressemitteilung der Freien Hansestadt Bremen

www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen-1464



Copyright: © ASK-EU (11.04.2017)
 
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