Klärungsbedarf - Dienstleistungen in der Wasserwirtschaft

In Europa wird darüber gestritten, wer den Wasserüberfluss am besten verwaltet. Private oder kommunale Dienstleister? Die Menschen in den meisten Entwicklungsländern wären froh, wenn sich überhaupt jemand um die Versorgung mit dem kostbaren Nass kümmerte.

29.05.2005 22. März 2005, Welt-Wasser-Tag. Die Vereinten Nationen proklamieren den Start der Dekade ,Wasser für Leben'. Grund: 1,2 Mrd. Menschen haben immer noch keinen Zugang zu trinkbarem Wasser, 2,6 Mrd. verfügen nicht einmal über eine sanitäre Grundversorgung, 6.000 Kinder sterben täglich an den Folgen wasserbedingter Krankheiten. Ziel: Halbierung der Unterversorgung mit Trinkwasser bis 2015.
Gleicher Tag, gleicher Anlass. Der Bundesverband der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) verkündet seine ,Wasser-Programmatik'. Grund: Die Stadt- und Wasserwerke fürchten den wachsenden Einfluss der Europäischen Union auf die Deregulierung des in der Bundesrepublik kommunal dominierten Wassermarktes. Ziel: Auch in Zukunft soll jeder EU-Staat selbst entscheiden können, wie Leistungen der Daseinsvorsorge, wie die Wasserver- und -entsorgung, durchgeführt werden.

Unternehmen, Behörden + Verbände: Vereinte Nationen (UN), Bundesverband der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW), Europäiche Union (EU), Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Mai 2005 (Mai 2005)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Heinz-Wilhelm Simon

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