Sanierung mit Zementmörtelauskleidung: Moderne und wirtschaftliche Alternative

Bei der Zementmörtelauskleidung handelt es sich um ein wirtschaftliches
Verfahren zur Wiederherstellung von Rohren aus Gusseisen oder Stahl in Wasserverteilungsnetzen, die durch Inkrustationen und Korrosion in ihrer Funktionstüchtigkeit beeinträchtigt wurden. Das Verfahren hat sich bei vielen Auftraggebern als sinnvolle Alternative zu einer Neuverlegung und anderen Sanierungsverfahren behauptet. Modernste Gerätetechnik macht es möglich, Rohrleitungen der Nennweiten von 80 mm bis zu 3.000 mm aus Stahl, Grauguss und duktilem Guss nachträglich mit Zement auszukleiden, welcher als Innenbeschichtung in der Neuverlegung Standard ist. Weitere Rohrmaterialien werden folgen. Die Voraussetzung: Eine gründliche Prüfung der Altrohrleitung, um die Eignung des Verfahrens festzustellen.

Die Praxis bestätigt: Zunehmend mehr Netzbetreiber sind überzeugt, dass die Zementmörtelauskleidung von Trinkwasserleitungen gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 343 mit nach R4 zertifizierten Fachunternehmen ein bewährtes Sanierungsverfahren für statisch intakte Rohrleitungen bietet. Im Bereich von Großrohrleitungen der Nennweiten DN 600 bis DN 3.000 für Transportleitungen sowie im Netz der Trinkwasserversorgung mit Nennweiten von DN 80 bis DN 500 – insbesondere bei bereits erneuerten Hausanschlüssen – bietet das äußerst wirtschaftliche Sanierungsverfahren Einsparpotenziale gegenüber einer Neuverlegung von 40 - 60 Prozent. Fachleute rechnen mit einer möglichen Nutzungsdauer von rund 40 Jahren, wobei bereits 50 Jahre alte Leitungen untersucht wurden, die nach wie vor einwandfrei funktionierten.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 10 - 2008 (Oktober 2008)
Seiten: 6
Preis: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Dipl.-Ing. Jochen Bärreis

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