Der zürcherische Deponiefonds zur Sanierung und Nachsorge von Deponien.

Der Kanton Zürich hat eine Fläche von 1700 km2, 1.3 Mio. Einwohner oder etwa 750 Einwohner pro km2. Hoch entwickelt ist der tertiäre Bereich. Primäre Industrie fehlt. Seit ich mich erinnern mag, boomt die Wirtschaft und damit das Bauwesen. Der Kanton produziert jährlich rund 4 Mio. Tonnen Abfälle. Davon werden über 80% stofflich oder thermisch verwertet.

Für die Sanierung von Altlasten gibt es in der Schweiz einen Altlastenfonds. Er finanziert bei Deponien mit Betriebsende vor 1996 40% von anfallenden Sanierungskosten. Für Deponien, die nach 1996 noch betrieben wurden, fehlt eine vergleichbare Regelung in der Schweiz. Die Nachsorge ist weder technisch noch finanziell überzeugend geregelt. Der Kanton Zürich stipulierte daher 1994 mit dem Abfallgesetz eine Nachsorge auf Kantonsebene. Seit 2001 ist sie mit der Nachsorge-Verordnung geregelt. Im Wesentlichen zahlen Deponiebetreiber Abgaben in einen Deponiefonds, aus dem die Nachsorge und allfällige Sanierungen finanziert werden. Der Beitrag diskutiert diese Fondslösung.



Copyright: © Wasteconsult international
Quelle: Praxistagung Deponie 2008 (Dezember 2008)
Seiten: 9
Preis: € 4,50
Autor: Dipl. Natw. ETHZ Christian Sieber

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