Chancen und Risiken eines Deponieausbaus am Beispiel der Deponie Wilsum

Im Zuge der Vorplanungen für den zu realisierenden Deponieabschluss der Zentraldeponie Wilsum II ist es aus bautechnischen Gründen erforderlich, bisher nicht genutzte Deponieabschnitte zu erschließen. In Betracht kommen ein Diagonal- und ein Vollausbau der Deponie. Die Ausbaukosten sowie die weitere Entwicklung des Abfallmarktes sind hier von besonderer Bedeutung.

4. Ergebnis, Zusammenfassung Wie bereits mehrfach auf Tagungsveranstaltungen, Vorträgen u.a. darauf hingewiesen wurde, wird die Abfallwirtschaft auch zukünftig nicht ohne Deponien auskommen. Weder aus fachtechnischer Sicht noch aufgrund der derzeit geltenden und zukünftigen rechtlichen Rahmenbedingungen wird es eine Zukunft ohne Deponien nicht geben. Nach Einschätzung der Verfasser wird möglicherweise aus planungs- und genehmigungsrechtlichen Gründen eine Neuerrichtung von Deponien weniger in Betracht kommen als der Weiterbetrieb bzw. Ausbau von bestehenden Deponien. Hierin liegt eine Chance für jeden Deponiebetreiber, die in der Vergangenheit getätigten und auch künftig erforderlichen Investitionen wirtschaftlich darzustellen. Insbesondere die Entsorgungssicherheit, die in der Vergangenheit des AWB LK Grafschaft Bentheim und der beteiligten politischen Gremien eine besondere Bedeutung einnahm, dürfte auch künftig von entscheidender Bedeutung hinsichtlich der weiteren Überlegungen sein. Insbesondere wird man sich aus Überzeugung der Verfasser nicht davor verschließen dürfen, optional auch Finanzierungs- bzw. Beteiligungsmodelle (z.B. PPP u.a.) in Erwägung zu ziehen.



Copyright: © Wasteconsult International
Quelle: Praxistagung Deponie 2008 (Dezember 2008)
Seiten: 9
Preis inkl. MwSt.: € 4,50
Autor: Hartmut Schrap
Heinz Maathuis
Frank Somberg
Hans-Gerd Schmitjans

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