Novaquatis - Neue Wege in der Siedlungswasserwirtschaft

Die Urinseparierung basiert auf einer einfachen Erkenntnis. Die meisten
Nährstoffe im Abwasser – etwa 80% des Stickstoffs und 50% des Phosphors – stammen aus dem Urin. Dabei steuert er weniger als 1% zum Abwasservolumen bei. Die Kläranlagen in Europa wurden im letzten
Jahrhundert spezifisch wegen dieser Nährstoffe ausgebaut, weil sie entweder toxisch waren (z.B. Ammonium in Flüssen) oder zu übermässigem Algenwachstum (z.B. Phosphor in Seen) führten. Auf Kläranlagen wurden grosse Anstrengungen unternommen, Phosphor zu fällen, Ammonium in Nitrat umzuwandeln und zu eliminieren.

Der nachfolgende Text basiert auf Auszügen aus dem Schlussbericht des Eawag Querprojekts Novaquatis [1], welcher sich mit der Urinseparierung als neues Element der Siedlungswasserwirtschaft befasst hat. Wir haben in dieser Zusammenfassung ganz bewusst das Gewicht auf die einzelnen wissenschaftlichen Projekte gelegt. Diese kommen bei Präsentationen oft zu kurz, weil die Synthese in den Vordergrund gestellt wird. Wir möchten aber die Leser bitten, weder diese Zusammenfassung noch den Abschlussbericht sondern die Originalarbeiten zu zitieren. Wie aus der Literaturliste ersichtlich ist, waren sehr viele Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an Novaquatis beteiligt, welche die unten zusammengefassten Resultate erarbeitet haben.



Copyright: © TU München - Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Quelle: 2009 - 37. Abwassertechnisches Seminar (Mai 2009)
Seiten: 29
Preis inkl. MwSt.: € 14,00
Autor: Dr. Tove Larsen
Dr. Judit Lienert

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Hygienische Anforderungen an Ortbeton für Trinkwasserspeicher
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (6/2009)
Seit Mai 2006 gibt das DVGW-Arbeitsblatt W 347 (A) „Hygienische Anforderungen an zementgebundene Werkstoffe im Trinkwasserbereich – Prüfung und Bewertung“ vor, welche Anforderungen an zementgebundene Werkstoffe gestellt werden. Entsprechend dem § 17 Abs. 1 der Trinkwasserverordnung „dürfen nur Werkstoffe und Materialien verwendet werden, die in Kontakt mit Wasser Stoffe nicht in solchen Konzentrationen abgeben, die höher sind als nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik unvermeidbar, oder den vorgesehenen Schutz der menschlichen Gesundheit unmittelbar oder mittelbar mindern, oder den Geruch oder den Geschmack des Wassers verändern.“

Länderübergreifende operationelle Hoch- und Niedrigwasservorhersage für den Bodensee
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2008)
Seit der operationellen Inbetriebnahme des länderübergreifenden Vorhersagesystems für den Bodensee im Jahr 2004 wurde das Modellsystem und das Informationsangebot auf der Internetseite www.bodensee-hochwasser.info kontinuierlich verbessert. Neben Hochwasservorhersagen werden seit August 2006 auch Niedrig- und Mittelwasservorhersagen bereitgestellt.

Kartenerstellung und Veröffentlichung der Hochwassergefahrenkarten
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2008)
Der letzte Bearbeitungsschritt der HWGK-Erstellung findet bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden- Württemberg (LUBW) statt. Hierbei werden aus den berechneten Wasserspiegellagen und den Geländeinformationen die Karten erstellt. Vor der Veröffentlichung werden Plausibilisierungskarten erstellt, die noch einmal von den Landratsämtern und Kommunen überprüft werden. Schließlich werden dem Nutzer die Ergebnisse auf mehreren Wegen zur Verfügung gestellt.

Wasser Berlin International 2017
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2017)
Bericht über Wasser Berlin international 2017

Erhebung und Bewertung der öffentlichen Wasserversorgung in Bayern – Versorgungssicherheit derzeit und künftig
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (7/2016)
Eine jederzeit gesicherte Versorgung mit ausreichend und qualitativ hochwertigem Trinkwasser ist für Verbraucher eine Selbstverständlichkeit. Diesen hohen Standard gilt es auch künftig zu gewährleisten. Wenn auch die Wasserversorgung in Bayern grundsätzlich in der Verantwortung der Gemeinden liegt, zählt es weiterhin zu den wichtigsten Aufgaben der Wasserwirtschaftsverwaltung, diese bei der Gewährleistung oder Optimierung der Versorgungssicherheit zu unterstützen. Dies ist nicht zuletzt der dezentralen Struktur der öffentlichen Wasserversorgung in Bayern, mit wenigen großen, einigen mittleren, aber vielen sehr kleinen Wasserversorgungsunternehmen, geschuldet. Über eine der zahlreichen Aktivitäten der Wasserwirtschaftsverwaltung, die „Erhebung und Bewertung der öffentlichen Wasserversorgung in Bayern“, wird hier berichtet.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?