Bemessung mehrdüsiger Einleitungsbauwerke

Oberflächengewässer werden u. a. als Vorfluter genutzt. Zum Großteil sind dies Einleitungen von Kühlwasser aus Kraftwerken oder Industrieansiedlungen, behandelte Abwässer von kommunalen oder industriellen Kläranlagen, Grubenwasser von Bergbauaktivitäten oder auch Konzentrat von Meerwasser-Entsalzungsanlagen – mit entsprechend hoch konzentrierten oder temperierten Abwasserfahnen, meist in Ufer- oder Küstennähe. Beschrieben wird die optimale Auslegung, Ausrichtung und Positionierung mehrdüsiger Einleitungsbauwerke, um Schadstoffakkumulation und Interaktion mit anderen Quellen oder Schutzgütern zu vermeiden.

Trotz des Einsatzes von zum Teil modernster Abwasserbehandlungstechnologien sind zahlreiche Flüsse und Küstenregionen immer noch durch eine nicht ausreichende Wasserqualität gekennzeichnet. Dies liegt zum einen am Eintrag durch diffuse Quellen (z. B. Oberflächenabfluss von landwirtschaftlich oder industriell genutzten Flächen), zum anderen jedoch oftmals auch noch an einem ungenügend bemessenen Einleitungsbauwerk. Hierbei werden häufig die Misch- und Transporteigenschaften der aufnehmenden Gewässer stark überschätzt [1]. Konsequenzen sind hochkonzentrierte oder temperierte Abwasserfahnen, die meist in Ufer- oder Küstennähe und somit in hydraulisch weniger wirksamen und ökologisch sensiblen Bereichen verlaufen und dadurch neben der größeren Umweltauswirkungen auch die Umsetzung durch natürliche Abbau- und Transformationsprozesse einschränken.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 07/08 - 2010 (August 2010)
Seiten: 5
Preis: € 4,00
Autor: Dr.-Ing. Tobias Bleninger

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