Die Fertigstellung der Talsperre Leibis/Lichte: Nutzung natürlicher Potenziale und Bewirtschaftung im Sinne einer hohen Trinkwasserqualität

Im Jahr 2010 wurde der Probestau der Talspere Leibis/Lichte abgeschlossen. Auf diese Weise wurde die Grundlage für eine sichere Versorgung Ostthüringens mit Fernwasser geschaffen. Technische Steuerelemente, ein großes Beckenvolumen und die Nutzung ökologischer Prozesse sichern bereits eine hohe Rohwasserqualität. Dadurch werden im Vorfeld die Risiken von Beeinträchtigungen der Trinkwasserqualität durch Verunreinigungen oder klimainduzierte Ereignisse reduziert und Voraussetzungen zur Minimierung des Aufbereitungsaufwandes geschaffen.

Die Basis für eine hohe Wasserqualität ist ein ausreichender Gewässerschutz. Darüber hinaus stehen gewässerinterne Maßnahmen zur Verfügung, um bereits eine hohe Rohwasserqualität zu sichern. Dies garantiert eine Verringerung des Aufwandes für die Aufbereitung und die Minimierung der Risiken von Qualitätsbeeinträchtigungen.

Die Maßnahmen zur Verbesserung der Rohwasserqualität haben folgende Hauptziele:

■ Reduktion der Bioproduktion (Trophie) und somit des Algenwachstums

■ Schutz vor Einträgen von Krankheitserregern.

■ Schutz vor dem Eintrag von Schadstoffen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 01-02/2014 (Februar 2014)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Biol. Hartmut Willmitzer

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