Rohstoffe zurückgewinnen – Recycling mittels Pyrolyseprozess –

Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben in der Vergangenheit viele Recyclinganwendungen entstehen lassen. Das Deponieverbot und andere gesetzliche Vorgaben haben bewirkt, dass in vielen Produktionsprozessen und Verfahren eine Sortierung und damit Konzentrierung stattfindet, oder Vermischung mit bestimmten Stoffgruppen minimiert wird, um weiteres Recycling wirtschaftlich oder erst möglich zu machen.

Die hohen Rohstoffpreise erzeugen seit Jahren zunehmendes Interesse an rohstofflichem Recycling. Schon längst führt die Kostensituation dazu, dass bei der Planung einer Fertigung und Herstellung die Einspar- und Recyclingmöglichkeiten Berücksichtigung finden. Steigende Kosten von Neuware und steigende Kosten für die Entsorgung machen Recyclingverfahren in zunehmendem Maße wirtschaftlich. Dies gilt sowohl für weitere Rohstoffe als auch für die Konzentration in einem Stoffstrom. Da seit Jahrzehnten einige Systeme bereits marktwirtschaftlich etabliert sind, werden die Verfahren optimiert, kombiniert und erweitert. Bessere Qualität führt zudem zu mehr Akzeptanz, bekannte Beispiele sind Altpapier, Aluminium, Glas.

In den Phasen der Verarbeitung fallen Produktionsabfälle an, die recycelt werden können (Stanzen, Schneiden, Drehen, Konfektionieren, Verpacken). Oft sind diese Abfälle bereits vermischt weil sie z.B. als Verbundwerkstoff verarbeitet werden oder weil sich die separate Erfassung am Entstehungsort nicht lohnt. Ebenso häufig sind sie mit Hilfsmitteln der Bearbeitung oder Konfektionierung behaftet, wie Schmier- und Schneidöle, Schlichte, Ummantelungen, Schutzhüllen usw.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Recycling und Rohstoffe 6 (2013) (Juni 2013)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 10,00
Autor: Dipl.-Ing. Franz Hormes

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