Grabenlose Sanierung einer Trinkwasserleitung DN 300 im Compact-Pipe-Verfahren

Im Norden des Verbandsgebietes des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbands (MAWV) sichert eine Hauptwasserleitung DN 300 die Trinkwasserversorgung. In den letzten Jahren stieg jedoch die Anzahl von Leckagen im Trassenabschnitt, insbesondere zwischen den Ortslagen Klein- und Großziethen, sodass eine Sanierung notwendig wurde. Aufgrund einer stark befahrenen Landesstraße, des Bewuchses der Trasse mit einer Baumallee sowie wegen eines unmittelbar an die Trasse grenzenden Rad- und Gehwegs fiel die Wahl der Planer dabei auf ein Close-Fit-Verfahren, das im Verbandsgebiet des MAWV erstmalig für die Sanierung einer Trinkwasserleitung zum Einsatz kam.

In einem ersten Schritt beauftragte der MAWV das Ingenieurbüro Voigt Ingenieure GmbH Luckau, geeignete Varianten für eine Sanierung zu untersuchen – darunter auch eine Sanierung der Muffen, den Einzug eines Liners in die vorhandene Altrohrleitung, aber auch einen Ersatzneubau. Den Ausschlag für das Close-Fit-Verfahren gab letzten Endes das anspruchsvolle Baustellenumfeld: Die stark befahrene und von einer Baumallee gesäumte Landesstraße und der angrenzende Rad- und Gehweg stellten die Planer vor die Aufgabe, im Tiefbau ein sowohl technologisch als auch wirtschaftlich geeignetes Verfahren auszuwählen und die Beeinträchtigung der Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren. Unter diesen Bedingungen konnte sich das Close-Fit-Verfahren, das im Verbandsgebiet des MAWV erstmalig für die Sanierung einer Trinkwasserleitung zum Einsatz kommen sollte, durchsetzen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 06/07 - 2016 (Juli 2016)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Lutz Kretschmann
Dipl.-Ing. Peter Sczepanski

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