Roboterraupe im Einsatz bei Unterwasserinspektionen

Deep Trekker bringt Schlichtheit in die komplexe Welt des Wasser- und Abwassermanagements. Der DT-320 Mini Crawler ist ein neues System transportabler Raupen für Unterwasserinspektionen, das speziell für den europäischen Markt entwickelt wurde und in der Lage ist, 130 mm dünne Rohre zu prüfen.

(04.04.2018) Als das kanadische Team von Deep Trekker vor fast acht Jahren die Idee entwickelte, robuste und einfach zu bedienende ferngesteuerte Fahrzeuge oder „Unterwasserdrohnen" zu bauen um die Unterwasserwelt zu erforschen, konnten sie sich nicht vorstellen, wie groß und komplex das Ökosystem Wasser und Wassermanagement sein könnte. Mit dem Wunsch die Ozeane, Seen und Flüsse den Massen zugänglich zu machen, wurde aus der ursprünglichen Vision eines Werkzeugs zur Erforschung von Wracks, Riffen und Unterwasserlebewesen bald viel mehr: Die Roboter wurden schnell für die Verwendung in Trink- und Abwasserinspektionen


An Bord des Mini-Crawlers DT240 gibt es keine Batterien undes werden keine Drittgeräte
wie Computer, Monitore oder Generatoren benötigt.Fotos: Deep Trekker

 

„Ungefähr ein Jahr, nachdem wir die ersten ROVs für Aquakultur-Inspektionen nach Norwegen verkauft hatten, erhielt ich einen Anruf von einem Unternehmen in Florida“, erklärt Sam Macdonald, Präsident von Deep Trekker Inc. „Das Unternehmen ist spezialisiert auf Rohrinspektionen für Wassermanagement und fand unser transportables ROV, das DTG2, im Internet. Auf die Nachfrage, warum er kein herkömmliches CCTV-Rohrinspektionswerkzeug verwendete, erklärte er, dass sie keinen großen LKW benutzen könnten und die Zugangspunkte nur mit Golfwagen zugänglich seien.” Außerdem war der Ein-Mann-Einsatz und die Handsteuerung der Schwimmroboter überzeugend. Dies war ein wichtiger Moment für das Unternehmen, und es begannen zu erforschen, wie die Prinzipien der robusten, transportablen und einfach zu verwendenden Technologie auf einem eigens dafür entwickelten Rohrraupenhersteller zu übertragen sind. Wie bei ihren Unterwasserdrohnen konzentrierte sich Deep Trekker darauf, ein System zu bauen, das vollständig integriert ist, d.h. an Bord des Crawlers gibt es keinerlei Batterien, und es werden keine Drittgeräte wie Computer, Monitore oder Generatoren benötigt.

Als der Entwurfsprozess für die transportablen Rohrraupen begann, konnte das Unternehmen auf die vielen Komponenten und Technologien zurückgreifen, die in seinen Unterwasser-ROVs verwendet werden. Mit einer ausgereiften Lieferkette und bewährten Designs war es in der Lage, die wesentliche Technologie über Haltegurte, Batterien, Überwachungs- und Kontrollsysteme in den neuen Robotern unterzubringen. Dank ihrer umfangreichen Erfahrung in Unterwasserumgebungen konnte die Firma darüber hinaus mit einer vollständig versenkbaren Raupe mit bis zu einer Tiefe von 50 Metern aus den Startlöchern kommen.

Deep Trekker hat seine erste Rohrraupe, den DT-340, an viele Kunden auf der ganzen Welt verkauft. Mit ihren eigenen Systemen hat das Unternehmen eine Nische in der Versorgung von Städten und Gemeinden gefunden. Dies hat es den Betrieben und den Technikteams dieser Städte ermöglicht, sowohl selbst proaktiv bei ihren Inspektionen zu handeln als auch sofort reagieren zu können wenn Probleme auftreten. Ohne einen vollständigen CCTV-Lkw besorgen oder auf Auftragnehmer warten zu müssen sind die Betreiber in der Lage, Probleme zeitnah anzugehen. Für John Longo, Leiter der Abteilung für Wasserverteilung und Abwasserentsorgung für die Stadt Brantford zählte die Flexibilität des Systems: „Einen Mann in einem Lastwagen losschicken zu können, um herauszufinden, was wir genau tun müssen, ersparte uns das Warten auf teure Notdienste oder Blindeinsätze mit unseren Schneidemaschinen.“
Das neue System wurde speziell für den europäischen Markt entwickelt und bringt alle
Vorteile des Premierenproduktes mit sich, ist aber in der Lage, 130 mm dünne
Rohre zu prüfen.
Lane Cleroux, Technischer Ingenieur für die Stadt Renfrew, zeigte sich erfreut über die Flexibilität, die der Deep Trekker DT-340 seiner kleinen Gemeinde bot. „Für uns war es nicht nur wirtschaftlich sinnvoll unsere eigene DT-340-Rohrraupe zu besitzen, sondern wir kauften auch die Ausrüstung, damit wir die Kamera nach unserem Zeitplan benutzen können, anstatt auf einen Auftragnehmer zu warten.“

Deep Trekker hat ein starkes Vertriebsnetz in Nordamerika aufgebaut und blickt nun für weiteres Wachstum auf den europäischen Markt.

Da ein großer Teil der Infrastruktur in Europa auf einem System von Rohren mit kleinerem Durchmesser als in Nordamerika beruht, freut sich das Unternehmen darauf, seine zweite Reihe transportabler Raupen, das System 'DT-320 Mini Crawler', auf der IFAT in München vorstellen zu können. Das neue System wurde speziell für den europäischen Markt entwickelt und bringt alle Vorteile des Premierenproduktes mit sich, ist aber in der Lage, 130 mm dünne Rohre zu prüfen.

www.deeptrekker.com
 
Unternehmen: Deep Trekker Inc., 830 Trillium Drive, Kitchener, ON, Canada, N2R 1K4
Autorenhinweis: Shannon Regan, Community Communications Specialist, Deep Trekker Inc.



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Newsletter 2/2018 (April 2018)
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