Mit ‚Leichtigkeit’ in die Offensive

In der Baubranche spricht man schon seit Jahren von der magischen Zahl „5.000“ und meint dabei das Eigengewicht der Sattelkipper. Jetzt geht Meiller mit der Ziffer „4.360“ Kilogramm in die Offensive.

Die höchste Nutzlast bietet der Light-Kippsattel vom Typ LHPA 44-3 mit einer Aluminium-Halfpipe, die in der Grundausstattung mit 7-Millimeter-Boden und 5-Millimeter-Seitenwänden misst.
(08.05.2018) Der Trend geht zu Kippsattelfahrzeugen in der Bauwirtschaft, die heute mit Nachdruck mehr Nutzlast verlangt. Sattelkipper sind erste Wahl, wenn der Schüttguttransporteur hohe Produktivität erwartet. Nur ein Ladungsgefäß und weniger Bauteile, mehr Volumen und Nutzlast, Sattelfahrzeuge sind wendig und einfach zu handhaben.
Mit der Baureihe 44 Light kombiniert der Münchener Kipper-Spezialist Meiller die Solidität seiner Markenprodukte mit höchster Transporteffizienz. Die konsequent gewichtsoptimierten Typen zielen auf den Onroad-Betrieb und auf Ladungen mit normalem Schüttgut und kleiner Gesteinsgröße ab. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein modulares Baukastensystem mit optimierter Nutzlast. Daraus lassen sich Kippsattelfahrzeuge für ein breites Aufgabenspektrum konfigurieren.
Die solide Basis für alle Light-Kipper von Meiller bildet ein neuer Fahrwerkrahmen. Berechnet nach dem FEM-Verfahren (= Finite Elemente Methode) und verifiziert durch gezielte Fahrversuche spart der Leiterrahmen gezielt 320 Kilogramm Eigengewicht, ohne bei der Stabilität zu knausern. Mit vergleichsweise niedrigeren Längsträgern, abgesenkten Querträgern und optimierter Gegenplatte - wo Anbauteile montiert werden, werden die Längsträger versteift. Wo nur möglich reduzieren zusätzliche Bohrungen das Gewicht.
Gewicht wird natürlich auch bei den Mulden gespart. Der Querschnitt der Meiller-Halfpipes ist bauchig und damit niedriger. Und weil die Seitenwände senkrechter stehen, kommen sie ohne Verzicht auf Stabilität mit reduzierten Wandstärken aus. Die beiden Seitenwände und das breite Bodenblech werden aus Stabilitätsgründen überlappend geschweißt. Neu sind die Eckanbindungen der Seitenwände zur Stirnwand.
Die höchste Nutzlast bietet der Light-Kippsattel vom Typ LHPA 44-3 mit einer Aluminium-Halfpipe, die in der Grundausstattung mit 7-Millimeter-Boden und 5-Millimeter-Seitenwänden misst. Der Kunde kann sich auch für eine Kastenmulde aus dem Leichtmetall entscheiden – oder für eine gewichtsoptimierte Halbrundmulde aus Stahl. Hier sind die Seitenwände und Böden verschlankt, auf Wunsch auf bis zu 3 Millimeter die Seitenwände und 4 Millimeter den Boden. Optional können die besonders beanspruchten Zonen im Heck mit sogenannten „tailored blanks“ oder maßgeschneiderten Blechen gegen abrasiven Verschleiß verstärkt werden. Grundsätzlich wird der hoch verschleißfeste Feinkornstahl der Güte VS 120 verwendet.
Die neue Doppelgelenk-Lagerung der Rückwand fällt noch robuster aus als bisher, Sperrnasen verhindern während der Fahrt ein Springen der Wand. Der neue mechanische Verschluss, etwas leichter und dennoch haltbarer als bisher, wurde weiter nach außen versetzt. Er öffnet bereits bei drei Grad Kippwinkel und trägt damit zur hohen Kippstabilität bei.
Die vereinfachte schraubbare Konstruktion der Brückenlagerung spart Gewicht, ohne die hohen Sicherheitsreserven zu beeinträchtigen. Die nitrierten Lagerbuchsen der Kipperwelle sind mit gewendelten Schmiernuten versehen, die für eine stets ausreichende Fettverteilung sorgen. Ebenfalls neu: Die Mulden liegen jetzt vollflächig am Rahmen auf, so halten sich die Verformungskräfte bei voller Beladung in engen Grenzen. Und bei Leerfahrten neigt das Ladegefäß weitaus weniger zum Dröhnen.
Auch bei den Achsen wird Gewicht gespart. Zum Einsatz kommen wahlweise gewichtsoptimierte Achsen von BPW oder SAF-Holland. Bei BPW spart man mit einer geschmiedeten Aluminium-Nabe bis zu 18 Kilo pro Achse, bei der etwas leichteren SAF-Achse schützt man mit einem integralen Funktionslenker Bremszylinder und Stoßdämpfer.
Die Schnellsenkeinrichtung der Kipphydraulik und die elektrische Schiebeplane sparen Zeit. Elektromotorisches Öffnen und Schließen der Plane reduziert zudem die Unfallgefahr fürs Personal. Wer den Zeitvorteil konsequent nutzt und immer mit geschlossenen Mulden fährt, verbessert die Aerodynamik des Fahrzeugs und reduziert den Kraftstoffverbrauch. Die elektrische Schiebeplane empfiehlt sich ganz besonders das heiße Transportgut Asphalt, auch Thermomulden profitieren von der neuen Light-Generation. Der Münchner Hersteller bietet jetzt auch leichte Aluminium-Mulden mit Thermoisolierung an. Sie besteht aus einem hydrophoben Isolierwerkstoff, der Feuchtigkeit und Temperaturen von 200 Grad Celsius verträgt. Kältebrücken werden systematisch eliminiert, die Isolierschicht wird durch eine solide, sorgfältig abgedichtete Edelstahl-Abdeckung geschützt. Das Modell LHKA44-3 N mit Kastenmulde kann bei konsequenter Konfiguration mit 4.800 Kilogramm Eigengewicht den Nutzlast-Bestwert erzielen.
 
www.meiller.com
IFAT 2018: Freigelände 811/2 Unternehmen: F. X. MEILLER Fahrzeug- und Maschinenfabrik GmbH & Co KG, München
Autorenhinweis: Elisabeth Egger, Meiller
Foto: Meiller



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Quelle: Newsletter 3/2018 (Mai 2018)
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