Alternative Verwertung von Bioabfall

Herkunft der Bioabfälle
Schon bei der Annahme von biogenen Reststoffen entscheidet sich aufgrund deren Beschaffenheit, Reinheit und Struktur ihr weiterer Einsatz. Zu den unproblematischen, biologisch abbaubaren Abfällen zählen vor allem Grünschnitt aus der Landschaftspflege, Futtermittelreste und Rindenreste, da diese aufgrund ihrer Herkunft wenig Fremd- und Störstoffeintrag mit sich bringen.

Autor: Frank Pickenhagen (Hauke Erden GmbH | Geschäftsführer)

Problematischer gestaltet sich die Verwertung von Wurzelholz und kompostierbaren Friedhofsabfällen, vor allem Steinanhaftungen sowie Grabschmuck stören bei der Kompostierung. Die Kontrolle und Qualitätsbeurteilung bei der Anlieferung von unverpackten Marktreststoffen und Bioabfall aus Haushalten erfordert Erfahrung und ein gutes Auge, damit stark mit Fremdstoffen verunreinigte Chargen abgewiesen oder noch vor der Kompostierung manuell sortiert werden können. Die Mitarbeiter unserer Kompostieranlage benoten jede Anlieferungen der Bioabfälle verschiedener Regionen mit Schulnoten von eins bis sechs, somit wird bei folgenden Anlieferungen ersichtlich, ob eine intensivere Kontrolle bei Problembezirken notwendig ist.



Copyright: © Universität Stuttgart - ISWA
Quelle: BioabfallForum 2019 (Juli 2019)
Seiten: 4
Preis: € 2,00
Autor:

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Kampagne #wirfuerbio – Erfahrungsbericht des Rhein-Neckar-Kreises
© Universität Stuttgart - ISWA (7/2019)
PowerPoint-Präsentation •Abfuhr von Restmüll, Biomüll und Wertstoffen über das System der Grünen Tonne plus. •Gestellung Abfallbehälter einschl. Reparatur und ggf. Erneuerung. •Sammlungen für Grünschnitt, Elektrogeräte, Schrott, Sperrmüll / Altholz, Alttextilien und Schadstoffe. •Annahmesystem für entsprechende Abfallarten. Autorin: Katja Deschner (AVR Kommunal GmbH | Geschäftsführung)

Optionen der Stoffstromseparation im Abfallwirtschaftszentrum Lübeck
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Im Abfallwirtschaftszentrum Lübeck entstehen bei der Verarbeitung von Restabfall und Bioabfall zahlreiche Stoffströme, die überwiegend einer Verwertung zugeführt werden können. Durch eine gezielte Stoffstromseparation können in wesentlichen Teilströmen erhebliche Einsparungen erreicht werden. In Zusammenarbeit mit einem Hersteller wurden die Möglichkeiten einer Stoffstromseparation mittels NIR-Trenner in einer Versuchsanlage getestet. Dabei konnten insbesondere bei der Separierung von Papier aus dem Ersatzbrennstoff gute Ergebnisse erzielt werden. Auch die Separierung von Störstoffen aus dem Siebüberlauf bei der Verarbeitung von Bioabfällen zeigte gute Ergebnisse.

Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft in der Freien und Hansestadt Hamburg – Zentrum für Ressourcen und Energie
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Auf dem Standort der ehemaligen Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor in Hamburg wird ein neues Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) errichtet. Das ZRE ist ein Zusammenschluss von fünf Teilanlagen, die das gesamte Hausmüllaufkommen der Stadtteile im Hamburger Nordwesten verarbeiten. In einem ersten Schritt werden der Abfall sortiert, Wertstoffe gewonnen und eine abfallstämmige Biofraktion sowie ein Ersatzbrennstoff erzeugt. Die einzelnen Stoffströme werden in nachgeschalteten Anlagen weiterbehandelt und Biogas, Fernwärme und elektrische Energie erzeugt. Das ZRE wird seinen vollständigen Betrieb Ende des 1. Quartals 2023 aufnehmen.

Auswirkungen einer gesteigerten Wertstofferfassung ausgewählter Stoffe auf die MBA
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Umsetzung der Vorgaben aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz hat Auswirkungen auf die Stoffströme, die mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlagen (MBA) zugeführt werden. Gerade durch die Einführung der flächendeckenden Bioabfallsammlung sind Änderungen in der Betriebsweise von MBA zu erwarten. Die Vorgaben der Verpackungsverordnung (VerpackV Anhang I (zu § 6)) mit den darin vorgegebenen stofflichen Verwertungsquoten führen zu einer Stoffstromlenkung, sodass Massenströme, wie z. B. Altpapier, Altkunststoff, Altglas und Alttextilien, nur noch in verminderten Mengen in den Restabfall gelangen. Der Trend der letzten Jahre wird sich also fortsetzen bzw. forcieren. Ebenso verringert sich durch die zunehmende Einführung der Biotonne auch in kleineren Städten und Gemeinden der Anteil an Bioabfall im Restabfall. Bei konsequenter Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) wird für MBA mit rückläufigen Restabfallmengen durch die Erhöhung der Wertstoffsammlung zu rechnen sein. Für die MBA gibt es mehrere Möglichkeiten darauf zu reagieren, da das Anlagenkonzept der mechanisch-biologischen Restabfallbehandlung eine hohe Flexibilität aufweist.

bifa-Text Nr. 67: Umweltrisiken der Nanotechnologie: Sicherung der Kreislaufwirtschaft mit biologischen Testverfahren
© bifa Umweltinstitut GmbH (3/2016)
Es wurde vom bifa Umweltinstitut die Wirkung ausgewählter Nanomaterialien auf aerobe und anaerobe Abbauvorgänge in verschiedenen biologischen Testverfahren untersucht.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

SIUS GmbH
der Spezialist für biologische
und mechanisch-biologische
Verwertung organischer Stoffe