Hochwasserrisikoanalyse auf Basis von 3-D-Stadtmodellen

Laut dem IPCC Bericht von 2013 wird sich der Klimawandel mit einem globalen Temperaturanstieg von im Mittel 1,7 bis 4,4 K bis zum Ende des Jahrhunderts bemerkbar machen, wobei die gemäßigten Breiten besonders betroffen sind – und womit auch Wasserextremereignisse häufiger werden. Deshalb entwickelte das Forschungsprojekt FloRiCiMo Lösungen für die Hochwasserrisikoanalyse auf Basis von gekoppelten hydrodynamisch-numerischen Modellen und 3-D-Stadtmodellen. Unterstützt wurde das Projekt mit 235 000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Die Wiederkehrzeiten der Hochwasserereignisse in Mitteleuropa haben sich merklich verringert. Insbesondere die Stadt Dresden war in der jüngeren Vergangenheit durch die extremen Niederschlagsmengen in den Jahren 2002, 2006 und 2013 mit einhergehenden Rekordpegeln an der Elbe betroffen. Nicht umsonst ist daraufhin die EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie bereits 2007 in Kraft getreten, wonach entsprechende Risikogebiete Hochwassergefahrenkarten und Pläne zur Schadensminimierung bis 2015 umsetzen mussten. Nachfolgend müssen diese Karten und Pläne alle sechs Jahre aktualisiert werden.

Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt FloRiCiMo (Flood Risk Analysis using Semantic 3-D-City Models) als Kooperation von virtualcitySYSTEMS und dem Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik an der Technischen Universität Dresden (IWD) durchgeführt. Während der Laufzeit von 02/2018 bis 10/2019 wurden ein Softwaresystem und eine Online-Plattform entwickelt, mit deren Hilfe sich jederzeit Hochwasserszenarien simulieren und potenzielle Schäden an Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen, insbesondere in urbanen Gebieten, abschätzen lassen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 10 (Oktober 2020)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr. rer. nat. Arne Schilling

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