Abfallart-Zuordnung von Schlacken aus der Siedlungsabfallverbrennung nach ihrer Aufbereitung

Bei der Verbrennung von Siedlungsabfällen in Hausmüllverbrennungsanlagen (HMV-Anlagen) fallen verschiedene Reststoffe an, u.a. Aschen, die häufig als Schlacken oder aufgrund ihrer Herkunft auch als HMV-Schlacken bezeichnet werden.

I. Aufbereitung von Rohschlacken aus HMVAnlagen zum Ersatzbaustoff HMVA i.S.d. EBV
Bei der Verbrennung von Siedlungsabfällen in Hausmüllverbrennungsanlagen (HMV-Anlagen) fallen verschiedene Reststoffe an, u.a. Aschen, die häufig als Schlacken oder aufgrund ihrer Herkunft auch als HMV-Schlacken bezeichnet werden. Die HMV-Schlacken werden von spezialisierten Unternehmen, bei denen es sich um die Betreiber der HMV Anlagen handeln kann, regelmäßig so aufbereitet, dass zum einen werthaltige Metallanteile abgetrennt und verwertet werden können und zum anderen die um Fremd- und Störstoffe entfrachteten mineralischen Anteile der HMV-Schlacken anschließend für bautechnische Zwecke verwendet werden können. 


1. Aufbereitung von Rost- und Kesselaschen (Rohschlacken) zu aufbereiteten Schlacken 
Das Ausgangsmaterial, an dem die Betriebstätigkeit der HMV-Schlacken-Aufbereiter ansetzt, sind die bei der Siedlungsabfallverbrennung entstehenden Rost- und Kesselaschen, auch Roh-Schlacken genannt. Diese Rost- und Kesselaschen (Rohschlacken) weisen, wie auch die zuvor verbrannten Siedlungsabfälle selbst, unterschiedliche Gehalte an Mineralstoffen, Eisenschrott, Wasser und Schwermetallen auf. Die Rohschlacken müssen nicht durch Deponierung beseitigt werden, sondern sie können regelmäßig verwertet werden, in dem durch entsprechende Behandlungsmaßnahmen mineralische Stoffe produziert werden, die insbesondere zu Bauzwecken eingesetzt werden können.

Autoren:
Gregor Franßen, Anna Hinzer



Copyright: © Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Quelle: AbfallR 05/2022 (September 2022)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 32,00
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