MBA Neumünster eine BIODEGMA-Stoffstromanlage

Präsentation der Betriebsparameter und des konzeptionellen Aufbaus der Anlage

Das Ziel der Restabfallbehandlung nach dem BIODEGMA-Stoffstromkonzept ist eine wirtschaftliche Behandlung der Restabfallmengen, angepasst an die örtlichen Rahmenbedingungen mit der Maßgabe, eine hohe Entsorgungssicherheit für alle erzeugten Stoffströme aus der mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) zu erhalten.

Durch eine biologische Behandlungsstufe und die mechanische Nachaufbereitung, u.a. bestehend aus einer fein- und nassmechanischen Aufbereitung, werden über die Behandlungsstufe der Grobaufbereitung hinaus Stoffströme separiert, die stofflich (z.B. Metalle) bzw. energetisch (heizwertreiche Fraktionen) verwertet werden. Dieses Konzept wird bei der MBA Neumünster umgesetzt, indem die vorhandene Deponie Wittorferfeld zur Ablagerung der mineralischen Fraktionen genutzt wird.

Die Verwertung der in der MBA und Brennstoffaufbereitung erzeugten heizwertreichen Fraktion erfolgt in der zurzeit in Bau befindlichen Thermische-Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage der Stadt Neumünster. Im Jahr 2002 wurde die Planungsgemeinschaft MBA Neumünster von der MBA Neumünster GmbH mit der Gesamtplanung beauftragt.

Die MBA Neumünster entsorgt somit ab Juni 2005 den Abfall von ca. 700.000 Einwohnern des Landes Schleswig-Holstein und ist für insgesamt 200.000 Mg/h Hausmüll, Sperrmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle und für 160.000 Mg/h heizwertreiche Abfälle genehmigt. Letztere werden für die thermische Verwertung in der TEV der Stadtwerke Neumünster aufbereitet.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 16. Kasseler Abfallforum-2004 (April 2004)
Seiten: 12
Preis: € 6,00
Autor: Dipl.-Biol. Bernd Jörg

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