Kann in Müllverbrennungsanlagen eine schadstoffärmere Schlacke produziert werden?

Für eine nachhaltige Entwicklung ist es notwendig, den Verbrauch der Ressourcen sinnvoll zu bewirtschaften und den nächsten Generationen keine kontaminierten Ökosysteme zu überlassen.

In diesem Sinne haben verschiedene Europäische Staaten die Entsorgungsziele für die festen Abfälle definiert. Der Verbrennung der Abfälle kommt nach diesen Zielen ein besonderer Stellenwert zu. Sie sollte aus dem Restmüll entweder wiederverwertbare oder langfristig umweltverträgliche feste Rückstände produzieren. Dies kann jedoch nur erreicht werden, wenn die Faktoren, die die Qualität der Verbrennungsprodukte in den Verbrennungsanlagen bestimmen, besser verstanden werden. Zu diesem Zweck wurde eine Methode entwickelt und hier präsentiert, die auf der Stoffflussanalyse in Müllverbrennungsanlagen und auf Laborversuchen basiert. Dadurch konnte erreicht werden, das Transferverhalten von Haupt-, Neben- und Spurenelementen vom Restmüll in die Verbrennungsprodukte zu erklären. Für eine nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung können diese Kenntnisse beim Entwerfen neuer thermischer Abfallbehandlungsanlagen eingesetzt werden, um maßgeschneiderte Verbrennungsprodukte herzustellen.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: DepoTech 2004 (November 2004)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Prof. Dr. Hasan Belevi

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Sickerwasser aus verwitterter MVA-Schlacke
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2004)
In einem mehrjährigen Freilandversuch wurden mehr als 500 Sickerwasserproben aus abgelagerten, verwitterten Reststoffen der Abfallverbrennung entnommen und analysiert. Die Analysenergebnisse werden nachfolgend vorgestellt und mit der Sickerwasserzusammensetzung von Monodeponien verglichen.

Thermische Nutzung tierischer Nebenproduktedurch Thermodruckhydrolyse (TDH)
© Veranstaltergemeinschaft Bilitewski-Faulstich-Urban (12/2002)
Die Untersuchungen des ATZ-EVUS mit einer Technikumsanlage am Standort einer Tierkörperbeseitigungsanlage zeigen, daß eine stabile Monovergärung tierischer Nebenprodukte mit dem TDH-Verfahren eine sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvolle Alternative zur Tiermehlproduktion und anschließender Verbrennung darstellt.

Anaerobe/Aerobe Vorbehandlung von Restabfällen in der Flüssigphase
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Um die Restabfälle auf einer Deponie ab 2005 ablagern zu dürfen, sind diese u.a. in einer mechanisch-biologischen Restabfallbehandlungsanlage (MBA) hinsichtlich den Anforderungen der Abfall-Ablagerungsverordnung zu stabilisieren. Ein neues MBAVerfahrenskonzept wurde im Rahmen von Laboruntersuchungen am Arbeitsbereich Abfallwirtschaft an der Technischen Universität Hamburg-Harburg im Auftrag der Firma farmatic biotech energy ag getestet.

Langzeitbeurteilung behandelter, schadstoffhaltiger Materialien - Ein Lösungsansatz zur Orientierung in der Vielfalt
© Wasteconsult International (12/2004)
Die aktuelle Einbeziehung des pH-stat-Verfahrens in die genehmigungsrechtliche Praxis stellt einen deutlichen Fortschritt bei der Beurteilung von behandelten, kontaminierten Materialien dar.

Schwimmbadwasser – wie gut muss es sein und was kann man technisch tun
© DIV Deutscher Industrieverlag GmbH (10/2004)
Die Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser nach DIN 19643 umfasst die Kreislaufführung des Wassers, die Flockungsfiltration und die abschließende Desinfektion mit Chlor.Die Reaktion von Chlor mit organischen Wasserinhaltsstoffen führt zur Entstehung von Desinfektionsnebenprodukten (DNP).

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Leichtweiß-Institut
Physikalische und biologische
Aufbereitungs- und Behandlungs-
technologien, TU Braunschweig