Bundesumweltministerin Schulze präsentiert Eckpunkte einer "Umweltpolitischen Digitalagenda"

Bundesumweltministerin Svenja Schulze stellt stellte am 07. Mai auf der Konferenz re:publica Eckpunkte einer "Umweltpolitischen Digitalagenda" vor. Darin skizziert sie in zehn Thesen ihre Vision einer zukunftsfähigen Digitalisierung. Die Eckpunkte sind unterlegt mit konkreten Vorschlägen und Ideen, die die Ministerin zur Diskussion stellt. Bis Ende des Jahres wird das Bundesumweltministerium daraus im Dialog mit Anwenderinnen und Anwendern, Entwicklerinnen und Entwicklern, Nutzerinnen und Nutzern eine "Umweltpolitische Digitalagenda" erarbeiten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Wenn wir die Digitalisierung unver√§ndert fortsetzen, wird sie zum Brandbeschleuniger f√ľr die √∂kologischen und sozialen Krisen unseres Planeten. Wir brauchen eine Trendwende. Digitalisierung braucht Regeln, dann kann sie zum Chancentreiber von Wohlstand, Gerechtigkeit und Umwelt werden. Jedem Algorithmus muss Umweltschutz eingepflanzt werden. Dazu brauchen wir einen Ordnungs- und Handlungsrahmen. Heute lege ich erste Vorstellungen und Ideen auf den Tisch, die wir in den kommenden Monaten breit diskutieren und weiterentwickeln werden."


Zu den Elementen einer "Umweltpolitischen Digitalagenda" z√§hlen Anreize, Anwendungen, die Transparenz schaffen, Labels aber auch Verbote und Gebote. Die Eckpunkte sehen unter anderem vor, die Potenziale der Digitalisierung f√ľr den Klimaschutz zu nutzen. Daf√ľr wird das Bundesumweltministerium im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 eine Digitale Innovations-Drehscheibe f√ľr das Klima aufbauen, einen Raum f√ľr Forschung, Start-ups und Netzwerke, die die Digitalisierung f√ľr den Klimaschutz nutzen wollen. 50 Projekte der K√ľnstlichen Intelligenz sollen zeigen, wie man KI auf Umwelt- und Naturschutz programmieren kann. Digitales Monitoring, zum Beispiel im Rahmen eines Monitoringzentrums Biodiversit√§t, soll f√ľr die bessere Beobachtung der Umwelt genutzt werden, etwa um den Schwund von Arten und Lebensr√§umen zu stoppen.


Bundesumweltministerin Schulze: "Das Thema nachhaltige Digitalisierung geht uns alle an. Mit der deutschen Ratspr√§sidentschaft 2020 will ich es auf die europ√§ische Ebene heben, um gemeinsam mit unseren europ√§ischen Nachbarn Ma√ünahmen f√ľr eine nachhaltige Digitalisierung voranzutreiben. Die nachhaltige Digitalisierung muss zu einem Markenprodukt Europas werden. Ich bin zutiefst davon √ľberzeugt, dass eine solche Strategie nicht nur der Umwelt n√ľtzt, sondern durch Innovationen auch neue industriepolitische Impulse setzt."


Das Bundesumweltministerium ist dieses Jahr Hauptpartner der re:publica 2019, einer Konferenz zur digitalen Gesellschaft. Unter dem Thema "SYSTEM:ERROR ‚Äď THE PROBLEM IS US, THE SOLUTION IS US" werden Fragen des digitalen Wandels rund um Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Mobilit√§t, Konsum und nachhaltiger Landwirtschaft diskutiert.



Copyright: © Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (07.05.2019)
 
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