10-Punkte-Plan fĂŒr den Mittelstand

VerbĂ€nde setzen sich fĂŒr Recyclingmarkt ohne kommunale Eingriffe ein

In einem 10-Punkte-Plan haben vergangene Woche 20 mittelstĂ€ndische VerbĂ€nde ihre gemeinsamen Forderungen an die Politik zur Bundestagswahl vorgestellt. Im Zentrum steht eine spĂŒrbare Entlastung der Betriebe und BĂŒrger bei Energiekosten und Steuern sowie das Bekenntnis zu einer nachhaltigen und ressourceneffizienten Wirtschaft.

„Dazu gehört der vermehrte Einsatz von SekundĂ€rrohstoffen und die StĂ€rkung eines freien, mittelstandsgeprĂ€gten Recyclingmarktes ohne kommunale Eingriffe", wie Eric Rehbock, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des bvse-Bundesverband SekundĂ€rrohstoffe und Entsorgung e.V. bei der Unterzeichnung des 10-Punkte-Plans in Berlin deutlich machte.

Die MittelstandsverbĂ€nde setzten sich außerdem dafĂŒr ein, den staatlichen Anteil am Strompreis unter 50 Prozent zu senken. "Jegliche Substanzbesteuerung lehnen wir ab, weil dies Investitionen verhindert und ArbeitsplĂ€tze gefĂ€hrdet“, betonte Mario Ohoven, PrĂ€sident des Bundesverbandes mittelstĂ€ndische Wirtschaft (BVMW).

Die VerbĂ€nde schlagen in ihrer gemeinsamen ErklĂ€rung u.a. eine steuerliche Freistellung re-investierter Gewinne zur Eigenkapitalbildung vor. Zudem seien Steuervereinfachungen dringend geboten. Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, brauche der deutsche Mittelstand leistungsfĂ€hige Transport- und Verkehrssysteme sowie eine flĂ€chendeckende IT-Infrastruktur. Die Stromversorgung mĂŒsse in Zukunft so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig sein. Der Staat solle Forschung durch steuerliche Förderung unterstĂŒtzen.

Zur BekĂ€mpfung der BĂŒrokratie sprechen sich die VerbĂ€nde fĂŒr eine Deregulierungsoffensive der Bundesregierung mit einer jĂ€hrlichen BĂŒrokratiebilanz aus. Die Flexibilisierung des deutschen Arbeitsmarktes sei konsequent fortzusetzen, gerade bei Arbeitszeitmodellen. Auf europĂ€ischer Ebene bedĂŒrfe es einer unabhĂ€ngigen Aufsichtsbehörde fĂŒr den Finanzsektor und transparenter Rating-Prozesse, heißt es in dem 10-Punkte-Plan. Die Schuldenlast einzelner EU-Mitglieder mĂŒsse zur Not durch Umschuldung reduziert werden.

Kontakt


Jörg Lacher

GeschĂ€ftsfĂŒhrer | Politik und Kommunikation


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