Nat√ľrlicher Klimaschutz hilft Kommunen gegen die Folgen der Klimakrise

Kommunales F√∂rderprogramm aus dem Aktionsprogramm Nat√ľrlicher Klimaschutz geht an den Start

Das Bundesumweltministerium hat heute die erste F√∂rderrichtlinie f√ľr Kommunen im Rahmen des "Aktionsprogramms Nat√ľrlicher Klimaschutz" (ANK) ver√∂ffentlicht. Mit dem ANK sorgt die Bundesregierung daf√ľr, dass √Ėkosysteme wiederhergestellt und bewahrt werden, so dass sie aktiv zum Klimaschutz beitragen k√∂nnen. Die F√∂rderrichtlinie "Nat√ľrlicher Klimaschutz in kommunalen Gebieten im l√§ndlichen Raum", die heute startet, soll insbesondere Kommunen beim Nat√ľrlichen Klimaschutz auf √∂ffentlichen Fl√§chen unterst√ľtzen. Daf√ľr stehen in den kommenden Jahren bis zu 100 Millionen Euro zur Verf√ľgung. Ein weiteres F√∂rderprogramm zu Nat√ľrlichem Klimaschutz in Unternehmen startet am 15. Juli im Rahmen des KfW-Umweltprogramms.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke: "Das Aktionsprogramm Nat√ľrlicher Klimaschutz nimmt weiter Fahrt auf. Jetzt gehen die ersten beiden F√∂rderrichtlinien an den Start: Kommunen und Unternehmen, die sich f√ľr Klimaschutz und Artenvielfalt engagieren m√∂chten, werden wir damit gezielt f√∂rdern. Ihr Beitrag ist enorm wichtig, denn gerade in Kommunen im l√§ndlichen Raum gibt es W√§lder und Auen, B√∂den und Moore, die gest√§rkt werden k√∂nnen. Sei es mehr Gr√ľn in D√∂rfern und St√§dten, mehr Ma√ünahmen zum Wasserr√ľckhalt in der Landschaft oder die Entsiegelung von B√∂den: Wir schaffen gezielt Synergien, um sowohl Kohlenstoff aus der Atmosph√§re zu binden als auch die biologische Vielfalt zu erhalten. Diese Potenziale kommen allen Lebewesen zugute. Gesunde √Ėkosysteme sind Lebensraum f√ľr zahlreiche Pflanzen- und Tierarten und wirken als Puffer gegen Folgen der Klimakrise, indem sie zum Beispiel Wasser in der Landschaft halten und bei Hitze f√ľr Abk√ľhlung sorgen. Das erh√∂ht insgesamt auch die Attraktivit√§t von l√§ndlichen Gebieten."
Gef√∂rdert werden mit dem kommunalen Programm f√ľr Nat√ľrlichen Klimaschutz investive Ma√ünahmen auf m√∂glichst gro√üen √∂ffentlichen, nicht wirtschaftlich genutzten Fl√§chen. Dazu z√§hlt zum Beispiel, D√∂rfer und St√§dte naturnah und biodiversit√§tsf√∂rdernd zu begr√ľnen, an landwirtschaftlich genutzten Fl√§chen Wegraine und S√§ume mit Hecken, Geh√∂lzen und Alleen anzulegen sowie Flie√ü- und Stillgew√§sser zu renaturieren. Au√üerdem sollen nat√ľrlichen Bodenfunktionen durch die Entsieglung von Fl√§chen wiederhergestellt werden. Insgesamt wird dadurch die Attraktivit√§t f√ľr Kommunen und l√§ndliche R√§ume gesteigert.
Das BMUV bereitet weitere F√∂rderma√ünahmen im Rahmen des ANK vor, die in K√ľrze ver√∂ffentlicht werden. Dabei geht es um Angebote zur Klimaanpassung und Stadtnatur sowie um Renaturierungsma√ünahmen f√ľr Moore, W√§lder und Auen sowie um die Entwicklung von Wildnis in Deutschland. Insgesamt stehen f√ľr F√∂rderma√ünahmen im ANK bis zu vier Milliarden Euro zur Verf√ľgung.


Hintergrundinformationen

Das Aktionsprogramm Nat√ľrlicher Klimaschutz der Bundesregierung unterst√ľtzt Ma√ünahmen, die Klimaschutz mit der Schaffung und St√§rkung vielf√§ltiger √Ėkosysteme verbinden. W√§lder und Auen, B√∂den und Moore, Meere und Gew√§sser wie auch naturnahe Gr√ľnfl√§chen in besiedelten Gebieten binden Kohlenstoff aus der Atmosph√§re und speichern es langfristig. Sie wirken zudem als Puffer gegen Folgen der Klimakrise, indem sie Starkregen und Hochwasser aufnehmen und bei Hitze f√ľr Abk√ľhlung sorgen. Zugleich erhalten sie unsere Lebensgrundlagen, bieten wichtige Lebensr√§ume f√ľr Tiere und Pflanzen, speichern Wasser und sind R√ľckzugsorte f√ľr Menschen. Das Aktionsprogramm nat√ľrlicher Klimaschutz enth√§lt 69 Ma√ünahmen in insgesamt zehn Handlungsfeldern: F√ľr die Umsetzung stehen bis 2026 vier Milliarden Euro bereit.
Um dem hohen Informations- und Beratungsbedarf seitens der Akteurinnen und Akteuren im Nat√ľrlichen Klimaschutz gerecht zu werden, errichtet die ZUG im Auftrag des Bundesamtes f√ľr Naturschutz (BfN) derzeit das Kompetenzzentrum f√ľr Nat√ľrlichen Klimaschutz (KNK). Es soll als bundesweite Anlaufstelle die Beratung zum Nat√ľrlichen Klimaschutz und zur F√∂rderung von Ma√ünahmen entlang aller Handlungsfelder des ANK in den L√§ndern, Regionen und vor Ort koordinieren sowie mit zahlreichen Veranstaltungen Informations- und Vernetzungsangebote machen. Die Er√∂ffnung des Zentrums ist f√ľr Anfang Oktober 2023 in Berlin geplant.

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Copyright: © Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (14.07.2023)
 
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