Wasserwirtschaft: Verbraucher wollen kommunale Strukturen

VKU-LEITAUSSCHAUSS WASSER ZU DIENSTLEISTUNGSKONZESSIONEN

Heute tagte der Leitausschuss Wasser des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). In seiner Sitzung ging es auch um das Thema Dienstleistungskonzessionen, das die EU-Kommission seit langem verfolgt. ‚ÄěDie EU-Kommission w√ľrde mit neuen Regelungen zu Dienstleistungskonzessionen billigend in Kauf nehmen, dass kommunalwirtschaftliche Strukturen in der Wasserwirtschaft untergraben werden", sagte VKU-Vizepr√§sident Dr. Michael Beckereit zur dieser gesetzgeberischen Initiative am Rande der Veranstaltung.
Bei entsprechenden europ√§ischen Vorgaben k√∂nnten die St√§dte und Gemeinden zuk√ľnftig n√§mlich nicht mehr entscheiden, wie die Wasserver- und die Abwasserentsorgung in ihrem Gebiet organisiert werden. ‚ÄěTrinkwasser ist ein emotional besetztes Thema. Qualit√§t und Versorgungssicherheit stehen bei den Verbrauchern ganz weit oben", informiert Beckereit. ‚ÄěDie Verbraucher haben Vertrauen in die bestehenden kommunalen wasserwirtschaftlichen Strukturen. Nur drei Prozent w√ľrden einen privaten Dienstleister bevorzugen, wie eine Umfrage von dimap ergab." Neue Pl√§ne zur Schaffung eines versch√§rften Vergaberechts f√ľr Dienstleistungskonzessionen h√§tten zum Ziel, mehr Private in die Wasserwirtschaft zu bringen. Laut Beckereit sind aber schon diese aktuell in Br√ľssel diskutierten Grundannahmen falsch: ‚ÄěZum Beispiel entspricht eine Trennung von Netz und Wassergewinnung sowie seiner Lieferung nicht der Wirklichkeit in Deutschland." Bereits in der Vergangenheit hatte der Bundestag solche Modelle daher abgelehnt.
‚ÄěDie Wasserwirtschaft betrifft einen wesentlichen Kernbereich kommunaler Daseinsvorsorge. Deswegen m√ľssen wir In-house-Vergaben und die interkommunale Zusammenarbeit st√§rker absichern", so Beckereit abschlie√üend.



Copyright: © Verband Kommunaler Unternhemen e.V. (VKU) (30.09.2011)
 
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