Greenpeace-Umfrage: Mehrheit wünscht sich nachhaltige Veränderungen nach Corona

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland ist bereit, ihren Lebensstil zugunsten einer lebenswerten Welt zu verändern.


Das geht aus einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung hervor, die Kantar/Emnid vom 7. bis zum 13. Mai im Auftrag von Greenpeace durchgeführt hat. So würden 69 Prozent der 1033 Befragten für das Abwenden der Klimakrise ähnlich konsequente Maßnahmen akzeptieren wie derzeit zur Bewältigung der Corona-Krise. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 89 Prozent. 70 Prozent wollen, dass Wirtschaftshilfen für Unternehmen an Klimaschutzauflagen gebunden werden (alle Ergebnisse unter: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20200529-greenpeace-umfrage-umweltschutz-coronakrise.pdf). “Die Corona-Krise hat bei vielen in kürzester Zeit einen Mentalitätswandel angestoßen”, sagt Kirsten Brodde, Leiterin der Klima- und Energiekampagne von Greenpeace. “Die Politik hat damit Spielräume für mutige Entscheidungen im Kampf gegen die Klimakrise.”

Zwar vermissen die Menschen Freiheiten wie Reisen (51 Prozent) oder Ausgehen (67 Prozent). Auf Flüge aber können 81 Prozent verzichten und 88 Prozent begrüßen den Rückgang des Autoverkehrs. 79 Prozent wünschen sich mehr Radwege. Waren Naturerlebnisse für 77 Prozent auch vorher schon wichtig, so haben diese für gut ein Fünftel (21 Prozent) während der Lockdown-Phase noch an Bedeutung gewonnen. “Viele Menschen haben ihren Blick aufs Wesentliche geschärft: Freunde, Familie, Natur vor der Haustür. Der Hunger nach Veränderung in diesen Umbruchzeiten ist groß”, so Kirsten Brodde.Regenbogen für Zukunftsvisionen

Einen Regenbogen und den Spruch “Bereit für den Wandel!” haben Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace heute in den frühen Morgenstunden auf die 78 Meter hohe Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtlandkreis projiziert, um dem Wunsch nach Veränderung Nachdruck zu verleihen. Sie fordern die schnelle Umsetzung von Energie-, Verkehrs- und Agrarwende und sprechen sich für mehr Solidarität und Gerechtigkeit nach Corona aus (#lifeaftercorona). Als erste statisch berechnete Brücke der Welt gilt das 1851 fertiggestellte Viadukt selbst als Symbol für eine Zeitenwende in der Architektur.

Ab dem 30. Mai sind Aktive von Greenpeace bis Anfang Juli auf Deutschlandtour, um in 31 Städten zu erfahren, was die Menschen sich nach Corona wünschen. Besucherinnen und Besucher können ihre ganz persönlichen Zukunftsvisionen an einem drei Meter großen Regenbogen hinterlassen.


Die Originalpressemitteilung finden Sie hier.


© Greenpeace e. V.



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