Neue Studie: Waste-to-Energy ist nachhaltige Wirtschaftstätigkeit

FEAD-Studie untersucht Rolle der thermischen Abfallbehandlung zur Energier√ľckgewinnung im Kontext der EU-Taxonomie-Verordnung


Waste-to-Energy kann als √∂kologisch nachhaltige wirtschaftliche Aktivit√§t gem√§√ü der EU-Taxonomie-Verordnung angesehen werden. Das geht aus einer rechtlichen Analyse der EU-Taxonomie-Verordnung hervor, die auf Anregung des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. vom europ√§ischen Dachverband der Entsorgungswirtschaft (FEAD) in Auftrag gegeben worden war. Die Analyse besch√§ftigt sich eingehend mit der Frage, ob die thermische Abfallbehandlung zur Energier√ľckgewinnung (Waste-to-Energy) im Kontext der Bestimmungen der EU-Taxonomie-Verordnung als nachhaltige Wirtschaftst√§tigkeit angesehen werden kann.
Die EU-Verordnung √ľber nachhaltige Investitionen, besser bekannt als Taxonomie-Verordnung, ist am 12. Juli 2020 in Kraft getreten. Die Verordnung enth√§lt Kriterien zur Bestimmung, ob eine wirtschaftliche T√§tigkeit als √∂kologisch nachhaltig einzustufen ist. Investoren sollen so Klarheit √ľber die Nachhaltigkeit von Wirtschaftst√§tigkeiten erhalten, um Investitionen in nachhaltige wirtschaftliche Aktivit√§ten zu incentivieren.

Bis dato war unklar, ob Waste-to-Energy (R1) die Kriterien der Nachhaltigkeit erf√ľllt, da in der Verordnung nicht zwischen thermischer Abfallbehandlung zur Energier√ľckgewinnung und Abfallverbrennung zur Entsorgung unterschieden wird.

Die durchgef√ľhrte rechtliche Analyse kam zu dem Schluss, dass (a) die Abfallverbrennung differenziert betrachtet werden muss, (b) eine Unterscheidung zwischen der Verbrennung zur Entsorgung und der Verbrennung zur Energier√ľckgewinnung (R1) erforderlich ist, und dass (c) Waste-to-Energy (R1) mit der Kreislaufwirtschaft vereinbar ist und gleichzeitig andere Umweltziele erf√ľllt, sofern die Abfallhierarchie ber√ľcksichtigt wird.

Die R√ľckgewinnung der Energie aus nicht-recycelbaren Abf√§llen m√ľsse demnach als umweltvertr√§gliche wirtschaftliche T√§tigkeit angesehen werden.
BDE-Präsident Peter Kurth:

"Die thermische Verwertung zur Energier√ľckgewinnung ist eine effiziente und umweltfreundliche Abfallbehandlungsmethode. Sie ist ein unverzichtbarer Teil der Kreislaufwirtschaft und sorgt insbesondere daf√ľr, dass aus nicht-recycelbaren Abf√§llen noch Energie entsteht. Es ist daher folgerichtig, dass Waste-to-Energy als √∂kologisch nachhaltige wirtschaftliche Aktivit√§t gem√§√ü der EU-Taxonomie-Verordnung anerkannt wird. Die Studie steht nicht im Widerspruch zur Abfallhierarchie, die zu Recht die klare Priorit√§t f√ľr das Recycling feststellt. Wer sich f√ľr ein Deponierungsverbot f√ľr unbehandelte Siedlungsabf√§lle in Europa einsetzt, kann auf die thermische Verwertung nicht verzichten, weil nicht alle Abf√§lle recyclingf√§hig sind."

Die rechtliche Analyse und Auslegung der Taxonomie-Verordnung wurde von dem Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers durchgef√ľhrt.

Die Originalpressemitteilung finden Sie hier.



Copyright: © BDE Bundesverband der deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. (15.10.2020)
 
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