BDSV/VDM: Gemeinsame Pressemitteilung - Novelle ElektroaltgerÀtegesetz

Wichtiger Schritt fĂŒr mehr Recycling


Die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) und der Verband Deutscher MetallhĂ€ndler e. V. (VDM) sehen in dem Entwurf der Novelle des ElektroaltgerĂ€tegesetzes einen wichtigen Schritt fĂŒr mehr Metallrecycling. Mit Blick auf die Herstellerverantwortung und die Sammlung von batteriehaltigen ElektroaltgerĂ€ten besteht jedoch Nachbesserungsbedarf.

Die VerbĂ€nde BDSV und VDM begrĂŒĂŸen insbesondere die EinfĂŒhrung eines RĂŒcknahmerechts, das es zertifizierten Erstbehandlungsanlagen zukĂŒnftig ermöglichen soll, ElektroaltgerĂ€te anzunehmen. Durch diese Maßnahme wird das RĂŒcknahmenetz fĂŒr den Endverbraucher endlich erweitert. „Dies fĂŒhrt dazu, dass unsere Mitglieder eine grĂ¶ĂŸere Menge als ElektroaltgerĂ€ten annehmen und aufbereiten dĂŒrfen und dementsprechend die Sammel- und Recyclingquoten steigen,“ so VDM PrĂ€sidentin Petra Zieringer.

Allerdings sehen BDSV und VDM es als verpasste Chance, dass der Entwurf keine eigene Gruppe fĂŒr sogenannte „Batteriehaltige GerĂ€te“ vorsieht. Eine solche Gruppe wĂŒrde den öffentlich-rechtlichen Sammelstellen eine vereinfachte Kontrollmöglichkeit bieten, da sie FehlwĂŒrfe schneller erkennen könnten. BDSV-PrĂ€sident Andreas Schwenter „Hier besteht eindeutig Nachbesserungsbedarf. Denn die EinfĂŒhrung einer solchen Gruppe fĂŒr batteriehaltige GerĂ€te wĂŒrde die Brandgefahr aufgrund von fehlerhaft erfassten ElektroaltgerĂ€ten mit Lithiumbatterien deutlich minimieren und die Verwertung wesentlich sicherer machen.“

DarĂŒber hinaus bemĂ€ngeln die VerbĂ€nde, dass die Hersteller in Bezug auf das Produktdesign nach wie vor zu wenig in die Verantwortung genommen werden. Solange die RecyclingfĂ€higkeit von Produkten fĂŒr Hersteller unverbindlich bleibt, wird sich fĂŒr Recycler kaum etwas verbessern. Neben der enthaltenen Möglichkeit der zerstörungsfreien Entnahme der Altbatterien und Altakkumulatoren muss dies darĂŒber hinaus mit handelsĂŒblichem Werkzeug möglich sein. „Bereits an dieser Stelle beginnt die BrandgefahrbekĂ€mpfung“, bekrĂ€ftigen beide VerbĂ€nde.

Ebenfalls auf UnverstĂ€ndnis stĂ¶ĂŸt die mit dem ElektroaltgerĂ€tegesetz zusammenhĂ€ngende Behandlungsverordnung. Die EinschrĂ€nkung oder gar der Ausschluss zugelassener Verarbeitungs-techniken widersprechen dem Gedanken die „beste verfĂŒgbare Technik“ einzusetzen, wie es ĂŒblicherweise gefordert wird. Die VerbĂ€nde sind sich einig: „Der Gesetzgeber sollte das Ziel, nicht aber die einzusetzenden Verfahren bestimmen.“

Die Originalpressemitteilung finden Sie hier.

© Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV)
© Verband Deutscher MetallhÀndler e. V.



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