Bayern saniert größte Altlast im Freistaat

Freistaat investiert 51 Millionen Euro für Sanierung des Schlackenbergs der ehemaligen
Maxhütte

München (30.03.2007). Die Sanierungsarbeiten am Schlackenberg der ehemaligen Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg "laufen ganz nach Plan". Wie Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf am 6. März 2007 in München mitteilte, übernimmt der Freistaat als einstiger Teilhaber der ehemaligen Neue Maxhütte Stahlwerke GmbH die Sanierungsverantwortung, um die Umweltprobleme zu lösenn, die mit dem Schlackenberg verbunden sind. Das Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz betreut die umweltrelevanten Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen am Schlackenberg. Mit dem neuen Gesamt-Sanierungskonzept sollen bereits in fünf Jahren Staubverfrachtungen, Grundwasserbelastungen und Böschungsinstabilitäten kein Thema mehr sein, so der Umweltminister.

Umweltfachlich erforderliche, rund sechs Millionen Euro teure Sofortmaßnahmen, wie die Verbesserung der Standsicherheit an der kritischen Südböschung, die Vervollständigung und Reparatur der provisorischen Abdeckungen sowie die Fassung und Behandlung des anfallenden Sickerwassers wurden bereits im Spätsommer 2006 abgeschlossen. Dabei hatten sich nach den Worten Schnappaufs Unternehmen aus der Region erfolgreich an den Vergabeverfahren beteiligt und einen Großteil der Aufträge ausgeführt. Seit Anfang dieses Jahres laufen nach der europaweiten Ausschreibung die Sanierungsmaßnahmen auf einer Gesamtfläche von rund 31,5 Hektar. Laut Schnappauf hat der Expertenstab unter der Leitung der Regierung der Oberpfalz erreicht, dass das favorisierte Sanierungskonzept technisch und wirtschaftlich wesentlich optimiert wurde: bei mindestens gleichwertiger Zielerfüllung konnten demnach die ursprünglich angesetzten Kosten von 105 auf rund 45 Millionen Euro verringert werden. Die Sanierung erfolgt in drei Bauabschnitten: Zunächst werden für die Schlammteiche im südlichen Teil der Halde Entnahmebrunnen zur Entwässerung und Entölung installiert und der nördliche Teil der Halde saniert. Hierfür muss Deponiemasse abgetragen und am Standort vorhandene Bodenmasse sowie Deponieersatzbaustoffe wieder eingebaut werden. Dann erfolgt die systematische Abdichtung der Haldenoberfläche und Rekultivierung des Haldenkörpers. Im Anschluss wird der südliche Teil der Halde auf gleiche Weise saniert. Die Maßnahmen sollen 2012 abgeschlossen sein.

Der 55 Meter hohe Schlackenberg besteht aus rund 4,8 Millionen Kubikmeter (10 Millionen Tonnen) Hüttensanden und Hüttenschutt, Hochofen- und Stahlwerksschlacken. Über 100 Jahre lang, von 1893 bis 1997, wurden dort Produktionsrückstände aus der Eisen- und Stahlherstellung der Maxhütte aufgeschüttet. Für das Projektmanagement vor Ort unter der Leitung der Regierung der Oberpfalz sind eine Lenkungsgruppe und ein Projektteam ''Baudienststelle Schlackenberg'' verantwortlich. Die Lenkungsgruppe wird unterstützt durch Vertreter der Baudienststelle, des Bayerischen Landesamts für Umwelt, des Wasserwirtschaftsamts Weiden und des Landratsamts Amberg-Sulzbach. Sie bereitet die grundlegenden Entscheidungen über den Verlauf der Sanierung vor. Das Projektteam, das ortsnah im ehemaligen Wasserwirtschaftsamt Amberg untergebracht und mit entsprechend qualifiziertem Fachpersonal ausgestattet ist, nimmt die Bauherrenfunktion vor Ort wahr.

Kontakt: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Rosenkavalierplatz 2, D-81925 München, Tel. 089.9214 - 00, Fax -9214-2266, eMail: poststelle@stmugv.bayern.de, Internet: www.stmugv.bayern.de/.

RHOMBOS, Abfallwirtschaftlicher Informationsdienst,  ISSN: 1613-6489)



Copyright: © Rhombos Verlag (30.03.2007)
 
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