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Der bvse-Bundesverband SekundĂ€rrohstoffe und Entsorgung und der Baustoffrecycling Bayern unterstĂŒtzen uneingeschrĂ€nkt die gemeinsamen Empfehlungen der zuletzt befassten BundesratsausschĂŒsse zur EinfĂŒhrung einer Ersatzbaustoffverordnung (EBV) und zur Neufassung der Bundes-Bodenschutzverordnung (BBodSchV).
Wie gemeinsam von Verkehrs-, Wirtschafts- und Wohnungsbauausschuss
gefordert, sehen die beiden VerbÀnde die Belange der
Kreislaufwirtschaft, des Ressourcenschutzes und des Umweltschutzes
ausgewogen berĂŒcksichtigt.
Dies gilt:
âMit diesen Empfehlungen sind die unabdingbaren Voraussetzungen dafĂŒr geschaffen worden, dass mit der Ersatzbaustoffverordnung endlich ein rechtlich bundeseinheitliches, verstĂ€ndliches und auch praktikables Regelwerk geschaffen werden kann, das die Verwertung von BauabfĂ€llen erleichtert, die Akzeptanz gegenĂŒber Ersatzbaustoffen steigert, die Recyclingquoten erhöht und PrimĂ€rbaustoffe einspartâ, erklĂ€rt bvse-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Eric Rehbock.
Auch die EinfĂŒhrung einer LĂ€nderöffnungsklausel in der BBodSchV sei aufgrund der deutschlandweit fehlenden DeponiekapazitĂ€ten und dem ab 01.01.2024 in Kraft tretenden Deponierungsverbot fĂŒr verwertbare AbfĂ€lle, zu denen die mineralischen BauabfĂ€lle unbestreitbar zĂ€hlen, sinnvoll und alternativlos.
Die Empfehlungen des Umweltausschusses zur EBV (EBV 2.0 und EBV 3.0) hingegen sind fĂŒr alle am Bau Beteiligten in der Praxis nicht oder nur schwer umsetzbar und werden die Einsatzmöglichkeiten fĂŒr Ersatzbaustoffe massiv einschrĂ€nken. Auch die ĂnderungsvorschlĂ€ge des Umweltausschusses zur BBodSchV fĂŒhren zu weiteren, unverhĂ€ltnismĂ€Ăigen VerschĂ€rfungen der bodenschutzrechtlichen Anforderungen an das Bauen und mĂŒssen abgelehnt werden.
Der bvse befĂŒrchtet, dass mit den Empfehlungen des Umweltausschusses nicht die Akzeptanz gegenĂŒber Ersatzbaustoffen, sondern deren Ablehnung gefördert wird. âDie Recyclingquoten werden einbrechen und die Verbringung verwertbarer mineralischer Bau- und AbbruchabfĂ€lle auf Deponien wird weit ĂŒber das bisher erforderliche hinaus zunehmen und unsere bereits jetzt Ă€uĂerst knappen DeponiekapazitĂ€ten sehr schnell erschöpfen, warnt Eric Rehbock.
âDie Folgen werden sein, dass die Entsorgungskosten fĂŒr Bau- und AbbruchabfĂ€lle sowie Bodenaushub wegen fehlender VerfĂŒll- und DeponiekapazitĂ€ten weiter rasant ansteigen, die EngpĂ€sse bei der Beschaffung von natĂŒrlichen Baustoffen aufgrund unzureichender GewinnungsstĂ€tten zunehmen werden und ein kostengĂŒnstiges, bezahlbares als auch nachhaltiges Bauen zukĂŒnftig unmöglich sein wirdâ, erklĂ€rt Stefan Schmidmeyer fĂŒr den Baustoffrecycling Bayern.
Die Originalpressemitteilung finden sie hier.
| Copyright: | © bvse-Bundesverband SekundĂ€rrohstoffe und Entsorgung e.V. (02.11.2020) | |