Neue Abwassertechnik f√ľr Schlacke-Recyclate

Einsparung von Grundwasser und Energie sowie zur Verbesserung der Recyclate von Schlacken aus M√ľllverbrennungsanlagen


Das Bundesumweltministerium f√∂rdert mit rund 2,5 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm eine neuartige Abwasseraufbereitung der Neumann Transporte und Sandgruben GmbH & Co. KG in Burg (Sachsen-Anhalt). Sie f√ľhrt zur Einsparung von Grundwasser und Energie sowie zur Verbesserung der Recyclate von Schlacken aus M√ľllverbrennungsanlagen.

Der Parlamentarische Staatssekret√§r Florian Pronold: "Der Klimawandel macht sich auch in Deutschland bereits deutlich bemerkbar und erfordert, dass wir unseren Umgang mit Wasser √ľberdenken. Vor diesem Hintergrund sind Innovationen, die den Verbrauch gerade bei wasserintensiven Prozessen senken, besonders wichtig und wertvoll."
Das mittelst√§ndische Logistikunternehmen Neumann Transporte und Sandgruben GmbH & Co. KG geh√∂rt zur Neumann Gruppe und ist unter anderem als Dienstleister in der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft t√§tig. In Reesen (Sachsen-Anhalt) betreibt es derzeit eine Schlackenaufbereitung, in der die R√ľckst√§nde (Schlacke) aus M√ľllverbrennungsanlagen einen innovativen Nassaufbereitungsprozess durchl√§uft. Die Schlacken-Nassaufbereitung ist ein wasserintensiver Prozess, bei dem Abw√§sser mit gro√üen Salzmengen entstehen.

Bisher werden die prozessbedingten Abw√§sser aufw√§ndig per Stra√üentransport in eine Industriekl√§ranlage bef√∂rdert und entsorgt. F√ľr den Aufbereitungsprozess der Schlacke wird Frischwasser ben√∂tigt, das aktuell dem Grundwasserreservoir entnommen wird.

Um den Transportaufwand f√ľr die Abw√§sser zu vermeiden und die Grundwasserentnahme zu minimieren, plant das Unternehmen mittels neuartiger Abwasseraufbereitung einen nahezu geschlossenen Stoffkreislauf zu schaffen. Gleichzeitig ist damit auch eine verbesserte Qualit√§t des R√ľckstandes zu erwarten und damit eine bessere Verwertbarkeit. Das mittels Umkehrosmose entstehende Konzentrat soll in einer mehrstufigen Vakuumverdampfungsanlage in Magdeburg am Hafenbecken 1 behandelt werden. An diesem Standort k√∂nnen Synergien mit einer nahegelegenen Abfallverbrennungsanlage genutzt werden, wie beispielsweise die Abw√§rme aus der Kraft-W√§rme-Kopplung.

Ziel der Innovation ist, den Einsatz von Frischwasser nahezu vollst√§ndig zu ersetzen und weitgehend auf Grundwasserentnahmen zu verzichten. Zus√§tzlich sollen L√§rmemissionen, Energieverbrauch und Deponievolumen reduziert werden. Mit der Umsetzung des Projekts sollen j√§hrlich 1.728 Tonnen CO2-√Ąquivalente, also etwa 86 Prozent im Vergleich zum herk√∂mmlichen Verfahren, eingespart werden.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, gro√ütechnische Anwendung einer innovativen Technologie gef√∂rdert. Das Vorhaben muss √ľber den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

Die Originalpressemitteilung finden Sie hier.



Copyright: © Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (21.10.2020)
 
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