Chip statt Marke - Biotonnen werden nachgerĂŒstet

Nagold. Alle Biotonnen im Landkreis Calw werden mit Chips ausgestattet, Mitte September beginnt die große NachrĂŒstaktion. Alle Nutzer einer Biotonne werden im Vorfeld angeschrieben und ausfĂŒhrlich ĂŒber die bevorstehende Aktion informiert.

Bisher wurden alle drei Jahre Biomarken versandt, die dann, auf der Tonne aufgeklebt, dem MĂŒllwerker signalisieren, dass die Tonne angemeldet ist. Allerdings war der Biomarkenversand jedes Mal mit einem großen Verwaltungsaufwand und entsprechenden Kosten verbunden, schließlich mussten kreisweit 31.000 Biotonnen mit neuen Marken ausgestattet werden. Doch das ist nun Vergangenheit. Wie bisher schon die Restabfalltonnen werden nun auch die Biotonnen mit Chips versehen. Damit kann jede Tonne genau dem jeweiligen Nutzer zugeordnet werden. ZusĂ€tzlich wird im Zuge der NachrĂŒstung an jeder Biotonne ein Infopaket angebracht, welches fĂŒnf kostenlose VorsortiertĂŒten aus Papier und Tipps zur richtigen BefĂŒllung der Biotonne enthĂ€lt.
 
„Die direkte Zuordnung der Biotonnen zu ihren Nutzern ist großer Vorteil fĂŒr uns und unsere Kunden“, beschreibt Helge Jesse, der die NachrĂŒstaktion beim Abfallwirtschaftsbetrieb leitet, die Neuerung. „Einerseits wird der Verwaltungsaufwand insgesamt deutlich vermindert. Andererseits ist die direkte Zuordnung besonders wichtig, wenn die Biotonne auch zur Entsorgung von anderem MĂŒll missbraucht wird.“ Biotonnen, die diese sogenannten FehlwĂŒrfe aufweisen, können dann gesperrt und von der Leerung ausgeschlossen werden. „Bisher hatten wir hĂ€ufig das Problem, dass wir nicht wussten, wer der Verursacher dieser FehlwĂŒrfe ist“, ergĂ€nzt Jesse. „Gerade an SammelplĂ€tzen mit vielen bereitgestellten Tonnen ist mit dem alten Markensystem keine eindeutige Zuordnung der einzelnen Biotonne zu ihrem Nutzer möglich.“ Doch dies ist nach der Ausstattung mit den neuen Chips kein Problem mehr, der Verursacher kann eindeutig ermittelt werden. „Wir gehen davon aus, dass wir die Zahl der FehlwĂŒrfe deutlich reduzieren können“, so Jesse weiter, „welches dann auch den Aufwand reduziert, um aus dem landkreiseigenen Bioabfall weiterhin QualitĂ€tskompost mit GĂŒtesiegel im Kompostwerk Oberhaugstett herstellen zu können.“
 
Auch vertauschte Biotonnen stellen kĂŒnftig kein Problem mehr dar: Durch die eindeutige Kennzeichnung jeder Tonne mit einem Strichcodeaufkleber samt Chipnummer seitlich an der Tonne können solche FĂ€lle rasch und unkompliziert fĂŒr den Kunden gelöst werden.
 
Die Ausstattung der Biotonnen mit Chips startet mit den ersten Kundenanschreiben Anfang September. Die ersten Tonnen werden dann ab Mitte September mit Chips versehen. Um möglichst alle der 31.000 Biotonnen mit Chips auszustatten, werden in einem ersten Durchgang acht Wochen benötigt. Mögliche NachzĂŒgler werden dann spĂ€ter noch einmal in einem zweiten Durchgang angeschrieben. Ab 2014 werden schließlich nur noch Biotonnen geleert, die einen Chip eingebaut haben. Am Leerungsrhythmus und der Abrechnungsweise der Biotonnen Ă€ndert sich dann aber nichts: Auch 2014 wird eine JahresgebĂŒhr erhoben, die eine Leerung alle zwei Wochen beinhaltet. Im Unterschied zur Restabfalltonne werden also keine einzelnen Leerungen erfasst und abgerechnet.
 
Fragen rund um die Biotonne beantwortet gerne die Abfallberatung unter der kostenlosen Servicenummer 0800 30 30 839. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.awb-calw.de.
 
Quelle: Pressemitteilung der AWG Abfallwirtschaft Landkreis Calw GmbH



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