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BDE fordert mehr Einsatz in Europa für „Schengenraum für Abfälle“
Der
BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und
Kreislaufwirtschaft sieht in der Einigung zur
EU-Abfallverbringungsverordnung unnötige Hürden für die weltweite
Etablierung der Kreislaufwirtschaft.
„Auch wenn viele Details der
neuen Regeln der Abfallverbringungsverordnung noch nicht bekannt sind,
so steht fest, dass sich Parlament und Rat im Trilog unter Moderation
der Kommission tatsächlich darauf geeinigt haben, ein Exportverbot für
sortenreinen Kunststoff für das Recycling in nicht OECD-Drittstaaten
einzuführen. Dies ist ein Rückschlag für die Schaffung einer weltweit
funktionierenden Circular Economy,“ erklärte BDE-Präsident Peter Kurth
am Freitag in Berlin.
Die am gestrigen Donnerstag gefundene
sogenannte vorläufige Einigung im Trilog sieht strengere Regeln für die
Ausfuhr von Kunststoffabfällen in Drittländer vor. Insbesondere enthält
sie ein Verbot der Ausfuhr von nicht gefährlichen Kunststoffabfällen
(B3011) in Nicht-OECD-Länder. Demnach ist vorgesehen, dass
Nicht-OECD-Länder frühestens fünf Jahre nach Inkrafttreten der
Verordnung einen Antrag bei der Kommission stellen können, in dem sie
ihre Bereitschaft zur Einfuhr von EU-Kunststoffabfällen bekunden.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sie strenge
Abfallbewirtschaftungsstandards erfüllen. Im Falle einer positiven
Antragsbewertung wird die Kommission dann einen delegierten Rechtsakt
zur Aufhebung des Verbots für diese Länder erlassen. Die gefundene
politische Einigung bedarf noch der formellen Annahme.
BDE-Präsident
Peter Kurth: „Vor dem Hintergrund eines solch weitgehenden Eingriffs in
den internationalen Abfallverkehr für das Recycling von grün-gelistetem
Plastik wird nun die Schaffung eines „Schengenraums“ für Abfälle
innerhalb der EU umso wichtiger. Wir können nunmehr nur hoffen, dass
wenigstens die neuen Regeln für die Abfallverbringung innerhalb der EU
die für die Kreislaufwirtschaft nötige Flexibilität bieten, damit
Abfälle dorthin verbracht werden können, wo sie am besten recycelt
werden können.“
| Copyright: | © BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (17.11.2023) | |