Branche hat mit vielen Problemen zu kämpfen

Der Entsorgungsengpass bei HBCD-haltigen D√§mmplatten, der l√§ngst zum Entsorgungsnotstand geworden ist, die hohen Importe an Verbrennungsabf√§llen, die dazu f√ľhren, dass dem Mittelstand der Zugang zu Verbrennungskapazit√§ten f√ľr nicht mehr recycelbare Abf√§lle erschwert und teilweise verwehrt wird - all diese Probleme wurden sowohl in den Fachverb√§nden wie auch im √∂ffentlichen Teil der diesj√§hrigen Jahrestagung des bvse-Bundesverband Sekund√§rrohstoffe und Entsorgung thematisiert und intensiv diskutiert.

Bremen. Der Entsorgungsengpassbei HBCD-haltigen D√§mmplatten, der l√§ngst zum Entsorgungsnotstand geworden ist,die hohen Importe an Verbrennungsabf√§llen, die dazu f√ľhren, dass demMittelstand der Zugang zu Verbrennungskapazit√§ten f√ľr nicht mehr recycelbareAbf√§lle erschwert und teilweise verwehrt wird - all diese Probleme wurdensowohl in den Fachverb√§nden wie auch im √∂ffentlichen Teil der diesj√§hrigen Jahrestagung desbvse-Bundesverband Sekund√§rrohstoffe und Entsorgung thematisiert und intensivdiskutiert.

Nachden Worten von bvse-Pr√§sident Bernhard Reiling ist es klar, dass man dabei dieMarktmechanismen nicht au√üer Acht lassen kann. Betont wurde in Bremen aberauch, dass sich die Bundesl√§nder diesem ernsten Problem stellen m√ľssen,das sie selbst, gegen den Rat der Bundesregierung, verursacht haben. Man k√∂nnenicht die Augen davor verschlie√üen, dass die Entsorgungswege derzeit faktischversperrt seien.

Indiesem Zusammenhang machte Prof. Dr. Martin Faulstich deutlich, dass dieKapazit√§ten der M√ľllverbrennungsanlagen auf absehbarer Zeit voll ausgelastetsein werden. Zu dieser Prognose kommt der ehemalige Vorsitzende desUmweltsachverst√§ndigenrates, weil er damit rechnet, dass k√ľnftig neueAbfallstr√∂me den Weg in die M√ľllverbrennungsanlagen finden werden. Dies gelteseiner Meinung nach insbesondere f√ľr Kl√§rschl√§mme, aber auch f√ľr Mengen aus demDeponier√ľckbau.

Diemittelständischen Branchenunternehmen haben noch mit anderen Problemen zukämpfen. Kritisch wird der stärker werdende Trend zur Rekommunalisierung von Entsorgungsaufgabengesehen, der oft gerade zu Lasten der kleineren und mittleren Unternehmen geht.

DieseKommunalisierungstendenz verkleinert jedoch nicht nur das Marktvolumen, esf√ľhrt auch zu Interessenkonflikten bei den kommunalen Vollzugsbeh√∂rden. Die vombvse beauftragte Haucap-Studie zur Schrottwirtschaft l√§sst sich in diesemZusammenhang auf die gesamte Branche √ľbertragen. Bernhard Reiling: ‚ÄěEs istnicht gut, wenn Kommunen Auftraggeber, Genehmigungs- und Aufsichtsbeh√∂rde undWettbewerber gleichzeitig sind.‚Äú

Diej√ľngsten Urteile des Bundesverwaltungsgerichts zur gewerblichen Sammlung h√§ttengezeigt, dass die privaten Unternehmen tendenziell benachteiligt werden. ‚ÄěWirhaben uns immer dagegen gewehrt. Deshalb ist es gut, wenn jetzt nicht nur dasHaucap-Gutachten, sondern auch das Bundesverwaltungsgericht gute Argumenteliefert‚Äú, betonte Reiling vor den Teilnehmern der bvse-Mitgliederversammlung.

Nichtlocker lassen wird der bvse nach den Worten seines Pr√§sidenten auch, wenn es umh√∂here Recyclingquoten, insbesondere im Kunststoffbereich, gehe. Da einWertstoffgesetz nicht durchsetzbar sei, setze sich der bvse deshalb f√ľr einVerpackungsgesetz mit deutlich h√∂heren Quoten und f√ľr eine Zentrale Stelle zurbesseren Kontrolle der dualen Systeme ein. Reiling: ‚ÄěDaf√ľr sind dieErfolgsaussichten sehr gut. Das Verpackungsgesetz kann und muss noch in dieserLegislaturperiode verabschiedet werden.‚Äú


Quelle: www.bvse.de



Copyright: © bvse-Bundesverband Sekund√§rrohstoffe und Entsorgung e.V. (28.09.2016)
 
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