Scharf: Abbau des Kernkraftwerks Isar 1 kann beginnen - bayernweit erste RĂŒckbaugenehmigung der Energiewende

Das Bayerische Umweltministerium hat die Stilllegung und den Abbau des Kernkraftwerks Isar 1 genehmigt. Es ist die bayernweit erste derartige Genehmigung im Zuge der Energiewende. Die Staatsregierung setzt damit auf die zĂŒgige Umsetzung des 2011 beschlossenen Ausstiegs aus der Kernenergie.

Das betonte heute die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf. "Der Ausstieg aus der Kernenergie und die Umstellung auf Erneuerbare Energien gehören zu den grĂ¶ĂŸten anstehenden umweltpolitischen Aufgaben. Die Genehmigung zum RĂŒckbau von Isar 1 ist ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausstieg aus der Kernenergie. Es soll dort wieder eine grĂŒne Wiese entstehen. Der RĂŒckbau erfolgt unter den gleichen strengen Sicherheitsvorgaben wie der Betrieb der Anlage. Die Sicherheit von Mensch und Umwelt steht an erster Stelle. Wir sorgen im gesamten Verfahren fĂŒr Transparenz", so Scharf.

Das Bundesumweltministerium hat dem Bescheid des Bayerischen Umweltministeriums zum RĂŒckbau des Kernkraftwerks Isar 1 zugestimmt. Damit liegt der fĂŒr den Anlagenbetreiber erforderliche Bescheid fĂŒr den RĂŒckbau vor. Am 17. MĂ€rz 2011 hatte das Kernkraftwerk Isar 1 seinen Leistungsbetrieb beendet. Der Betreiber, die PreussenElektra GmbH, hat auf Grundlage des Atomgesetzes des Bundes daraufhin eine Genehmigung fĂŒr die Stilllegung und den Abbau des Kernkraftwerks Isar 1 beantragt. Der Stilllegungsantrag des Betreibers wurde mit dem Sicherheitsbericht und der UmweltvertrĂ€glichkeitsuntersuchung öffentlich zur Einsicht ausgelegt. Nach eingehender Erörterung der Einwendungen und intensiver behördlicher und gutachterlicher PrĂŒfung des Stilllegungsantrags wurde der RĂŒckbau nun genehmigt. Die einzelnen Abbaumaßnahmen unterliegen der behördlichen Aufsicht.

Nach dem Ablauf der im Atomgesetz des Bundes festgelegten Laufzeiten setzt die Staatsregierung auf den RĂŒckbau der Kraftwerke. Um den RĂŒckbau fachlich zu begleiten, wurde ein Kompetenzzentrum Strahlenschutz in Kulmbach eingerichtet. Das Kompetenzzentrum bĂŒndelt Aufgaben rund um den Strahlenschutz, der beim RĂŒckbau eine herausragende Bedeutung hat. Ein Schwerpunkt liegt in der Überwachung des Freigabeverfahrens: Alle Anlagenteile werden auf RadioaktivitĂ€t gemessen und, wenn sie keine fĂŒr Mensch und Umwelt relevante Strahlung aufweisen, den bewĂ€hrten StoffkreislĂ€ufen zugefĂŒhrt. Anderenfalls werden sie sicher entsorgt. Die Stilllegung ist gemĂ€ĂŸ dem Verursacherprinzip Aufgabe der Betreiber.

Weitere Informationen zum RĂŒckbau unter http://www.reaktorsicherheit.bayern.de.



Copyright: © Bayerisches Staatsministerium fĂŒr Umwelt und Verbraucherschutz (27.01.2017)
 
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