EEG-Umlage 2017 betrÀgt 6,880 Cent pro Kilowattstunde

Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW veröffentlichen die EEG-Umlage fĂŒr 2017 und die Mittelfristprognose der erwarteten Einspeisung aus erneuerbaren Energien sowie des Letztverbrauchs fĂŒr die Jahre 2017 bis 2021

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben heute die Prognose der 2017 zu erwartenden Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie die daraus resultierende EEG-Umlage fĂŒr das Jahr 2017 veröffentlicht. DarĂŒber hinaus wurde die EEG-Mittelfristprognose (EEG-Vorschau) veröffentlicht. Sie beinhaltet die wahrscheinliche Entwicklung der Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem EEG fĂŒr die nĂ€chsten fĂŒnf Jahre. GemĂ€ĂŸ den gesetzlichen Vorgaben werden unter anderem Prognosedaten zur installierten Leistung, der eingespeisten Jahresarbeit, der an die Anlagenbetreiber auszuzahlenden finanziellen Förderung sowie zum Letztverbraucherabsatz veröffentlicht.

Zur EEG-Umlage:

Die EEG-Umlage wurde von den Übertragungsnetzbetreibern im Auftrag des Gesetzgebers auf Basis von Prognosen unabhĂ€ngiger Gutachter ermittelt. Danach ergibt sich fĂŒr 2017 ein Umlagebetrag von 23,98 Milliarden Euro (VergĂŒtung an Anlagebetreiber abzĂŒglich Gegenwert durch Börsenerlöse sowie BerĂŒcksichtigung EEG-Kontostand und LiquiditĂ€tsreserve).

EEG-Umlage erhöht sich um 8,3 Prozent

Die EEG-Umlage ist von allen Letztverbrauchern fĂŒr jede bezogene Kilowattstunde zu entrichten. Dies bedeutet, dass die Verbraucher im Jahr 2017 mit 6,880 Cent pro Kilowattstunde zur Förderung der erneuerbaren Energien im Stromsektor beitragen. Damit steigt die EEG-Umlage im Jahr 2017 um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (EEG-Umlage 2016: 6,354 Cent pro Kilowattstunde).

Die Berechnung im Einzelnen

FĂŒr das Jahr 2017 wird eine weiter ansteigende Erzeugung an elektrischer Energie aus regenerativen Anlagen prognostiziert. Der Anstieg von knapp 11 Terawattstunden (TWh) (von etwa 176 TWh 2016 auf etwa 187 TWh 2017) spiegelt vor allem den Ausbau der Windenergie an Land und auf See wider. AbzĂŒglich der prognostizierten Börsenerlöse, die sich im Wesentlichen aufgrund des sinkenden Börsenpreises im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent vermindert haben, ergibt sich fĂŒr das Jahr 2017 eine prognostizierte DeckungslĂŒcke von etwa 24,4 Milliarden Euro. Dies entspricht in der EEG-Umlage 2017 einem Anteil von etwa 7,0 Cent pro Kilowattstunde. Davon entfallen etwa 2,6 Cent pro Kilowattstunde auf Photovoltaik, etwa 1,8 Cent pro Kilowattstunde auf Energie aus Biomasse, etwa 1,5 Cent pro Kilowattstunde auf Windenergie an Land und etwa 0,9 Cent pro Kilowattstunde auf Windenergie auf See.
FĂŒr die finale Umlageberechnung sind zusĂ€tzlich noch der aktuelle EEG-Kontostand sowie die sogenannte LiquiditĂ€tsreserve zu berĂŒcksichtigen. Das EEG-Konto ist zum 30. September 2016 mit 1,9 Milliarden Euro im Plus (30. September 2015: gut 2,5 Milliarden Euro im Plus). Die positive Deckung des EEG-Kontos 2016 senkt die EEG-Umlage 2017 rein rechnerisch um knapp 0,6 Cent pro Kilowattstunde.
Die LiquiditĂ€tsreserve federt Schwankungen auf dem EEG-Konto und deren Auswirkungen auf die EEG-Umlage ab. Diese Schwankungen ergeben sich, weil natĂŒrlicherweise Abweichungen zwischen der Prognose und der tatsĂ€chlichen Einspeisung aus erneuerbaren Energien auftreten können. So fĂŒhren besonders sonnenreiche Jahre zu einer höheren VergĂŒtung fĂŒr Strom aus Photovoltaikanlagen als im Durchschnitt zu erwarten wĂ€re. Unter BerĂŒcksichtigung des positiven Kontostands wird die LiquiditĂ€tsreserve mit 6,0 Prozent, bezogen auf die prognostizierte DeckungslĂŒcke, angesetzt. Sie liegt 2017 bei knapp 1,5 Milliarden Euro. Damit erhöht die LiquiditĂ€tsreserve die EEG-Umlage um 0,4 Cent pro Kilowattstunde.
Die Ermittlung der EEG-Umlage erfolgte in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur, die den gesetzlichen Auftrag hat die Ermittlung, Festlegung, Veröffentlichung, Weitergabe der EEG-Umlage und die Vermarktung der EEG-Strommengen zu ĂŒberwachen sowie die Anforderungen zur Vermarktung zu regeln.

Zur Mittelfristprognose:

FĂŒr das Jahr 2021 wird eine installierte Leistung erneuerbarer Energiequellen von knapp 121 Gigawatt (GW) erwartet, wovon ca. 92 % auf Solar- und Windenergie (Solar ĂŒber 46 GW und Wind knapp 65 GW) entfallen. Die prognostizierte Jahresarbeit liegt fĂŒr das Jahr 2021 bei ĂŒber 224 TWh. Dabei wird davon ausgegangen, dass 2021 ca. 20 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (knapp 45 TWh) die feste EinspeisevergĂŒtung nach den §§ 37 - 38 EEG in Anspruch nehmen wird. HierfĂŒr sind EinspeisevergĂŒtungen in Höhe von knapp 11,3 Milliarden Euro an die Anlagenbetreiber zu zahlen. ZusĂ€tzlich wird mit prognostizierten Erzeugungsmengen von ĂŒber 169 TWh aus Anlagen in der geförderten Direktvermarktung sowie mit den auf diese Erzeugungsmengen entfallenden PrĂ€mienzahlungen von 17,8 Milliarden Euro gerechnet. Außerdem werden fĂŒr 2021 rund 6,7 TWh fĂŒr weitere Formen der Direktvermarktung sowie knapp 3,1 TWh an Erzeugung, die durch die Anlagenbetreiber selbst verbraucht werden, prognostiziert.
Nach EinschĂ€tzung der Gutachter wird der Nettostrombedarf bis zum Jahr 2021 auf knapp 503 TWh zurĂŒckgehen. Im Rahmen der Vorschau wird nur noch mit einer leichten Zunahme an umlagefreiem bzw. privilegiertem Eigenverbrauch von insgesamt rund 1,2 TWh gerechnet. Der privilegierte Letztverbrauch sinkt von gut 114 TWh im Jahr 2017 auf knapp 113 TWh im Jahr 2021 ab. Aufgrund dieser Entwicklungen geht der nicht-privilegierte Letztverbrauch als resultierende GrĂ¶ĂŸe kontinuierlich zurĂŒck und betrĂ€gt im Jahr 2021 ca. 324 TWh.
Die fĂŒr die Berechnung notwendigen Werte der EEG-Mittelfristprognose und des umlagepflichtigen Letztverbrauchs wurden im Auftrag der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber von unabhĂ€ngigen Gutachtern ermittelt.

Weitere Informationen unter www.netztransparenz.de

Mehr Informationen:

50Hertz Transmission GmbH
Volker Kamm,
T +49 30 5150 3417, M +49 172 3232759,
volker.kamm@50hertz.com

Amprion GmbH
Solveig Wright,
T +49 231 5849 13785, M +49 1520 8204961,
solveig.wright@amprion.net

TenneT TSO GmbH
Ulrike Hörchens, T +49 921 50740 4045, M +49 151 17131120,
ulrike.hoerchens@tennet.eu

TransnetBW
GmbH
Regina König, T +49 711 21858 3155, M +49 173 6507067,
r.koenig@transnetbw.de

------------------------------------------------------------

Pressemitteilung der TenneT TSO GmbH

www.tennet.eu/de/unternehmen/news-und-presse/press-room



Copyright: © ASK-EU (12.10.2016)
 
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?