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Preisentwicklung für die Monate April und Mai 2006
Die Mitgliedstaaten der EG waren verpflichtet bis zum 15. Mai 2006 ihre jeweiligen Berichte über verifizierte Emissionen und die Abgabe von Berechtigungen zu veröffentlichen. Aufgrund technischer Probleme sind noch nicht alle Berichte von der Kommission veröffentlicht worden. Jedoch können auf den Internetseiten der nationalen Registerführer sowie des Community Transaction Log (CITL) die entsprechenden Daten anlagenbezogen abgerufen werden. Die bereits veröffentlichten länderbezogenen Übersichten zeigen, dass ein Angebotsüberschuss von ca. 30 Mio. Berechtigungen besteht. Nur in Großbritannien (ca. 17,5 %), Irland (ca. 16,5 %) und Österreich (ca. 3 %) wurde mehr emittiert als Berechtigungen zugewiesen wurden.
Nachdem bereits Ende April vorab einige der Berichte öffentlich bekannt wurden, setzte aufgrund des großen Angebotsüberhangs ein starker Preisverfall für Emissionshandels-zertifikate ein. Der Preis pro Emissionshandelszertifikat sank bei der EEX kurzfristig sogar unter die Marke von 10 Euro. Mittlerweile kosten die Emissionshandelszertifikate wieder zwischen 16 und 17 Euro.
Der Preisverfall für Emissionshandelszertifikate wirkte sich auch auf die Strompreise aus: Ende April sank bei der EEX der Strompreis von über 60 Euro/MWh (base)/ 84 Euro/MWh (peak) binnen zweier Tage auf ca. 52 Euro/MWh (base)/ 78 Euro (peak) und bis Mitte Mai teilweise unter 47 Euro/MWh (base)/ 75 Euro/MWh (peak). Seitdem steigt der Strompreis wieder kontinuierlich an und steht derzeit bei etwa ca. 54 Euro/MWh (base)/ 80 Euro/MWh (peak). Die Stromwirtschaft hat die gesunkenen Strombörsenpreise jedoch nicht zum Anlass genommen, die Stromtarife zu senken.
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