Flexible Abwärmenutzung in der Gießerei-Industrie

Aus Rauchgas wird Strom und Heizwärme

Das Bundesumweltministerium stellt 2.305.400 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für ein Pilotvorhaben der Franken Guss Kitzingen GmbH & Co. KG in Kitzingen (Bayern) zur Verfügung. Durch die erstmalige, großtechnische Umsetzung einer neuartigen Anlagenkombination zur Abwärmenutzung kann das Unternehmen seine CO2-Emissionen jährlich um bis zu 8.283 Tonnen verringern.

Mit dem Vorhaben entsteht eine ORC (Organic Rankine Cycle)-Anlage mit Gaskolbenmaschinen. Durch den Einsatz der Kolbenmaschinen statt der sonst üblichen Turbinen und den Einsatz von Ethanol statt Silikonöl als ORC-Medium kann neben der Erzeugung von elektrischem Strom auch Druckluft hergestellt werden. Dadurch kann die Abwärme je nach Bedarf flexibel genutzt werden. Um gleichzeitig die im ORC-Prozess nicht genutzte Abwärme zur Erzeugung von Heizwärme nutzen zu können, wird die bestehende Heizungsanlage durch eine Anlage mit Warmwasserkessel ersetzt. Ein erweitertes Energieverbundsystem soll zukünftig den Anschluss weiterer Wärmequellen (zum Beispiel Aluminiumschmelzöfen) ermöglichen. Zusätzlich wird die bisherige Nassentstaubungsanlage durch eine Trockenentstaubungsanlage ersetzt, wodurch der Wasserbedarf für die Reinigung entfällt.

Mit dem Vorhaben werden jährlich Einsparungen von Primärenergie zur Stromerzeugung in Höhe von 6.824 Megawattstunden sowie von Erdgas zur Erzeugung von Heizenergie in Höhe von 20.940 Megawattstunden erwartet. Zusätzlich kann die für die Entstaubung und Kühlung benötigte Wassermenge um 24.000 Kubikmeter pro Jahr reduziert werden. Durch den Einsatz der Trockenentstaubungsanlage verringern sich die Emissionen von Staub sowie weiterer Schadstoffe, wie Stickoxide (NOx) und Kohlenmonoxid (CO), im Vergleich zur Altanlage deutlich.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben unter:
www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/47331.php



Copyright: © Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (23.05.2011)
 
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