„RefleC“ – Saubere Wäsche durch neues Reflektorsystem für Solarkollektoren

Um Solarwärme für Wärmenetze, solare Kühlung oder Industrieprozesse nutzen zu können, müssen Temperaturen von 80 bis 120° C erzeugt werden – im Gegensatz zu 40 bis 60° C, wenn ausschließlich warmes Trinkwasser und Heizungswärme bereitgestellt werden sollen.

Übliche Flachkollektoren weisen für 80 bis 120°C zu hohe Wärmeverluste und somit zu niedrige Wirkungsgrade auf, weswegen dafür bisher meist – deutlich teurere – Vakuumröhrenkollektoren eingesetzt werden. Die Firma Wagner & Co Solartechnik GmbH aus Cölbe hat daher in dem nun abgeschlossenen Projekt „RefleC" zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) den Ansatz verfolgt, mit Reflektoren den Strahlungsempfang von Flachkollektoren zu erhöhen und gleichzeitig die Wärmeverluste durch eine zweifach transparente Abdeckung zu reduzieren. Sie entwickelten ein Reflektorsystem für einen Großflächenflachkollektor, das sie anhand einer Demonstrationsanlage mit 56 m² Kollektorfläche in einer Wäscherei in Marburg-Wehrda testeten. Als optimal bezüglich Kosten, Anwendung und Leistung erwies sich ein Spiegel, der in drei ebene Segmente unterteilt und somit einer Parabelform angeglichen wird. Als Abdeckung des Kollektors wurde ein System aus Antireflex-Glas und einer hochtransparenten Kunststofffolie entwickelt. Zusammen mit weiteren Optimierungsmaßnahmen im Erzeugungs- und Verteilsystem ging der Gasverbrauch der Wäscherei nach Inbetriebnahme der Solaranlage in den Sommermonaten um rund 500 m³ pro Woche zurück.

Das BMU hat RefleC mit rund 380.000 Euro gefördert.



Copyright: © Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (01.06.2011)
 
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?