Anlagen sollen die Abfallentsorgungsgebühren auf niedrigem Niveau halten; Aus Wind wird Strom: Neue Anlagen an der Hausmülldeponie Oberostendorf (Ostallgäu)

11. Januar 2014. Zwei neue Kleinwindkraftanlagen sorgen an der Hausmülldeponie Oberostendorf seit kurzem für die umweltfreundliche Erzeugung von Strom. Damit hat die Kommunale Abfallwirtschaft des Landkreises Ostallgäu ihr Engagement in die klimaschonende Energiegewinnung um einen weiteren Energieträger ergänzt: Erstmals wird neben Sonne und Gas auch Wind zur Stromerzeugung genutzt.


Oberostendorf: Windkraftanlagen sind 15 Meter hoch
Nach einjähriger Messung der Wirtschaftlichkeit wurden am Nordrand der Deponie zwei Kleinwindkraftanlagen aufgestellt. Besonderheit dieser Anlagen sind die aufrecht stehenden Rotorblätter. So sind die 15 Meter hohen Räder nicht nur unabhängig von der Windrichtung, sondern auch leise. Der erzeugte Strom wird für den Eigenverbrauch der Deponie genutzt und ins Netz eingespeist. Es wird mit einer erzeugten Strommenge von 30.000 bis 33.000 Kilowattstunden pro Jahr und Rad gerechnet.

"Abfallgebühren auf niedrigem Niveau halten"
Bereits im Sommer wurde auf dem Norddach des Landratsamtes in Marktoberdorf eine weitere Photovoltaikanlage installiert. Damit sind nun alle Dächer des Landratsamtes mit PV-Anlagen belegt. Etwa 80 bis 90 Prozent des dort erzeugten Stroms werden direkt im Landratsamt verbraucht, da der wesentliche Strombedarf untertags benötigt wird. Landrat Johann Fleschhut: "Zusammen mit den neuen Windrädern in Oberostendorf hat unsere Kommunale Abfallwirtschaft des Landkreises in den vergangenen Jahren rund zwei Millionen Euro in Anlagen zur Erzeugung alternativer Energien investiert. Der Ertrag aus den Anlagen dient uns auch dazu, die Abfallentsorgungsgebühren auf niedrigem Niveau zu halten."

Jährlich 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom
Zusätzlich zu den Dachanlagen und der großen Freiflächenphotovoltaikanlage auf der Hausmülldeponie Oberostendorf werden Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Landratsamtes Ostallgäu, auf dem Abfallentsorgungszentrum Marktoberdorf, dem Wertstoffhof Pfronten und dem Seniorenheim Obergünzburg betrieben. Das im Deponiekörper der Hausmülldeponie Oberostendorf durch Abbauprozesse entstehende Deponiegas wird seit vielen Jahren abgesaugt und zur Stromgewinnung verwendet. Mit diesen Anlagen werden zusammen jährlich rund 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Das entspricht einer Versorgung von rund 350 Haushalten mit Strom. Außerdem wird damit der Ausstoß von rund 900.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden.
 
 
Quelle: Europaticker



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