Fortschritte auf dem Weg zu einem gemeinsamen EU-Standard für Trainingskurse an Windrädern

Zertifizierung von Servicefachkräften für die Windindustrie machte kürzlich gute Fortschritte, als das, von der EU geförderte, Projekt ATTP der Global Wind Organization (GWO) eine Zusammenstellung gemeinsamer EU Standards überreichte.

„Ich freue mich, dass die Global Wind Organisation davon ausgeht, dass sie diese Entwürfe für Standards für die technische Grundausbildung von Windkraftanlagentechniker einsetzen werden, und dass GWO sich gut um unser „Baby” kümmern wird.” sagt Anne B. Mortensen von Tradium, Dänemark, und Projektkoordinatorin des Projekts ATTP. Das Projekt zielt darauf ab, Arbeitnehmer zu zertifizieren, damit sie überall in der EU und sogar weltweit arbeiten können. ATTP ist die Abkürzung für "Adapting a Transparent Training Programme for wind energy". (Aufnahme eines transparenten Ausbildungsprogramms für Windenergie)

Abschlusskonferenz in Berlin
Vor Kurzem wurde die Abschlusskonferenz des ATTP-Projekts in Berlin durchgeführt. Sie brachte die teilnehmenden Projektpartner aus Dänemark, Schweden, Spanien, dem Vereinigten Königreich und Deutschland mit der Windindustrie und anderen Interessensvertretern zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und um der Global Wind Organisation die Resultate ihrer Arbeit an gemeinsamen Standards zu präsentieren. An dem Entwicklungsprozess haben unter anderen die Unternehmen Vestas, Siemens, Gamesa, EnerconundDong Energy mitgewirkt.

„Wenn alles gut geht, gehen wir davon aus, dass die Standards für technische Grundausbildung im Frühjahr 2015 genehmigt werden.”, sagte Jan Laugesen, der Vorsitzende des GWO Ausbildungskomitees.

Bei der Konferenz wies die britische Windkraftorganisation Renewables Training Network darauf hin, dass sie daran arbeitet, die gemeinsamen Standards in Großbritannien anzuerkennen, obwohl die Organisation kein Mitglied der Global Wind Organisation ist. GWO, Renewables UK & Renewables Training Network arbeiten eng zusammen und erkennen ihre Standards gegenseitig an.

„Die Tatsache, dass auch das deutsche Windkraftunternehmen Enercon sich dafür entschieden hat, an dem Projekt teilzunehmen, obwohl es kein Mitglied der GWO ist, zeigt sein Interesse und seinen Bedarf. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass das ATTP-Projekt ein Produkt entwickelt hat, das der Windindustrie tatsächlichen Nutzen bringt.“, sagt die ATTP-Projektkoordinatorin Anne B. Mortensen.

Laut Aussagen der European Wind Energy Association (EWEA) werden in der EU bis 2030 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von 400 GW installiert werden. Das bedeutet, dass jährlich ein Bedarf von 40.000 neuen Leuten im Windsektor bestehen wird.

Wichtiges Netzwerken
Einer der Teilnehmer der Konferenz war der Vize-Präsident der dänischen Berufsschule „Tradium”, Lars Michael Madsen. Er war sehr erfreut, dass sich so viele Interessensvertreter dazu entschlossen hatten, die Konferenz zu besuchen.

„Die Vernetzung auf der Konferenz gibt uns sogar noch mehr Hoffnung auf internationale Verbreitung und Zertifizierung. Für den dänischen Arbeitsmarkt haben wir erlebt, wie verschiedene Interessensvertreter netzwerken und verstehen jetzt mehr über den Hintergrund und die Idee der Standards für technische Grundausbildung. Auf der Basis dieses Projekts werden sie alles Denkbare tun, um die GWO-zertifizierten Standards auf dem dänischen Arbeitsmarkt und in unserem Bildungssystem einzuführen. Es ist so gut, dass das Projekt einen so guten Erfolg zu haben scheint. Wir hätten uns für das ATTP-Projekt kein besseres Ende wünschen können als das hier in Berlin.“


Weitere Informationen
ATTP Webseite: http://attp.euproject.org/

Projektkoordinatorin Anne Birthe Mortensen, Tradium
Mobil +45 26 722805
anne.birthe.mortensen@tradium.dk



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