Frankreich setzt 2013 verstärkt auf Solarstrom

Die Ministerin f√ľr √Ėkologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Delphine Batho, stellte am 7. Januar 2013 ein Ma√ünahmenb√ľndel zum Ausbau der franz√∂sischen Solarstrom-Projekte mit einer Gesamtkapazit√§t von insgesamt 1 000 MW f√ľr das Jahr 2013 vor. Dies entspricht einer Verdopplung der durch Solarenergie erzeugten Strommenge im Vergleich zu den von der vorigen Regierung w√§hrend des Umweltgipfels Grenelle de l‚Äôenvironnement gesetzten Zielen. Die Produktionskapazit√§t des Photovoltaikparks wird damit um insgesamt 25 % gesteigert.

Vor dem Hintergrund der von Frankreich eingeleiteten Energiewende stellen diese Entscheidungen eine Art Notfallplan f√ľr die Entwicklung der Photovoltaik-Branche in Frankreich dar:
Die franz√∂sische Energieregulierungsbeh√∂rde (CRE) wurde mit der Durchf√ľhrung einer neuen Projektausschreibung f√ľr gro√üe Photovoltaikparks mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt beauftragt (entspricht in etwa 25 % der Leistung eines gro√üen Kernreaktors vom Typ EPR), wobei 200 MW durch innovative Technologien erzeugt werden sollen. Eine zweite Ausschreibung wird in diesem Jahr gestartet. Der Umwelt- und Klimaschutz sowie der Beitrag zu Forschung, Entwicklung und Innovation geh√∂ren zu den Bewertungskriterien im Auswahlprozess.
Die Einspeisung von Solarstrom, der aus Photovoltaik-Anlagen stammt, deren Komponenten mit dem Label ‚ÄěMade in Europe‚Äú zertifiziert sind, wird von EDF mit einer Bonuszahlung von 5 bis 10 % verg√ľtet. Diese Ma√ünahme zielt darauf ab, die franz√∂sische Solarbranche angesichts eines unlauteren Wettbewerbs zu unterst√ľtzen.
Am 1. Februar 2013 wird ein Verzeichnis von Industrieunternehmen der PV-Branche im Internet veröffentlicht, um dem breiten Publikum den Zugang zu Informationen zu erleichtern.
Zum Schutz landwirtschaftlicher Nutzfl√§chen wird f√ľr den Bau von Solaranlagen vorwiegend Brachland genutzt.
In dieses Ma√ünahmenpaket, das die Schaffung bzw. den Erhalt von rund 10 000 Arbeitspl√§tzen sichert, werden mehr als zwei Milliarden Euro investiert. Die j√§hrlichen Kosten f√ľr den Endverbraucher liegen dabei etwa zwischen 90 und 170 Millionen Euro, d. h. 1-2 Euro pro Jahr/pro Haushalt.
Die Gespr√§che auf nationaler Ebene zur Energiewende tragen dazu bei, einen vorhersehbaren, stabilen und nachhaltigen Rahmen f√ľr den Ausbau der Solarenergie und anderer erneuerbarer Energien zu definieren, vor allem im Hinblick auf die Umsetzung der vom Staatspr√§sidenten f√ľr 2025 gesetzten Ziele.
Quelle:
- Pressemitteilung des franz√∂sischen Ministeriums f√ľr √Ėkologie, nachhaltige Entwicklung und Energie ‚Äď 07.01.2013 - http://www.developpement-durable.gouv.fr/Relance-de-la-filiere.html
√úbersetzerin:
Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr



Copyright: © Informationsdienst Wissenschaft e.V. -idw- (18.01.2013)
 
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