Produktion von Celitement® am Start

Einsparungen an Energie und Emissionen bis zu 50% werden erwartet

Celitement® ist ein neuartiger Zement – umweltfreundlich und energieeffizient. Bisher haben KIT-Wissenschaftler Celitement® nur im LabormaĂźstab produziert. Nach mehr als einem Jahr mit intensiven und sehr erfolgreichen Tests startet nun der Bau einer Pilotanlage auf dem Campus Nord des KIT. Dies ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Marktreife des umweltschonenden Zements. FĂĽnf Millionen investiert die Celitement GmbH, eine AusgrĂĽndung der vier Erfinder, des KIT und des Industriepartners Schwenk. Bereits ab FrĂĽhjahr 2011 wird die Pilotanlage täglich 100 Kilogramm „Celitement®â€ś liefern.
Zur Grundsteinlegung der Celitement®-Pilotanlage am Donnerstag, 8. Juli, 11:00 Uhr am KIT-Campus Nord (Eggenstein-Leopoldshafen, Grabener StraĂźe neben Bau 707) sind Journalistinnen und Journalisten herzlich eingeladen. Anmeldung bitte auf beiliegendem Formular.

Das neue Gebäude wird gleichzeitig den Firmensitz der Celitement GmbH beherbergen. Die Produktion des neuartigen Zements in der Pilotanlage dient dazu, das Herstellungsverfahren weiterzuentwickeln und den Zement für verschiedene Anwendungen in der Baustoffindustrie zu testen. Ziel ist es, den umweltfreundlichen Zement möglichst bald zur Marktreife zu bringen. Bis 2014 soll ein Produkt aus einer ersten industriellen Anlage verfügbar sein, um so langfristig den umweltpolitischen Herausforderungen der Zement- und Baustoffindustrie zu begegnen.

Verglichen mit herkömmlichen Verfahren zur Zementherstellung verspricht Celitement® enorme Einsparungen an Energie durch deutlich niedrigere Produktionstemperaturen: So hat Celitement® aus heutiger Sicht das Potenzial, den Energiebedarf bei der Herstellung im Vergleich zu Portlandzement um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Auch wird deutlich weniger Kalk benötigt.

Neben der Energieeffizienz ist vor allem auch die Emissions-Bilanz wegweisend: Celitement® gibt bei der Produktion im Vergleich zu bisherigen Verfahren voraussichtlich nur halb so viel Kohlendioxid an die Umwelt ab.

Jährlich emittieren Zementwerke mehr als zwei Milliarden Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) – dies sind fĂĽnf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Damit setzt die Zementherstellung drei bis viermal so viel CO2 frei wie der globale Flugverkehr. Wären – so die Vision der Erfinder – alle Zementwerke weltweit auf das Celitement®-Verfahren umgestellt, so wĂĽrde jährlich allein rohstofflich bis zu einer halben Milliarde Tonne weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre entweichen – mit enormen Effekten fĂĽr den Klimaschutz.

Das Celitement®-Projekt und die möglichen Einspareffekte werden im Rahmen der Begleitforschung untersucht. So fördert das Bundesministerium fĂĽr Bildung und Forschung (BMBF) den wissenschaftlichen Aspekt des Celitement®-Projektes im Rahmenprogramm „Forschung fĂĽr nachhaltige Entwicklungen“, Förderschwerpunkt „Innovative Technologien fĂĽr Ressourceneffizienz-Rohstoffintensive Produktionsprozesse“. Untersucht werden unter anderem Stoff- und Energiebilanzen, die Qualität der Produkte sowie die Nachhaltigkeit der Verarbeitungskette.

Das Programm fĂĽr die Grundsteinlegung der Pilotanlage am Donnerstag, 8. Juli, 11:00 Uhr:

BegrĂĽĂźung
Professor Eberhard Umbach, Präsident des KIT

GruĂźwort
Klaus Tappeser, Ministerialdirektor im Ministerium fĂĽr Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-WĂĽrttemberg

Celitement® – Eine Erfolgsgeschichte des KIT
Dr. Peter Fritz, Vizepräsident des KIT für Forschung und Innovation

Celitement® – eine Herausforderung fĂĽr den Zementhersteller
Gerhard Hirth, Geschäftsführer der Schwenk Zement KG

Weitere Informationen zu Celitement® unter www.celitement.de.

Dr. Elisabeth Zuber-Knost,Presse,



Copyright: © Informationsdienst Wissenschaft e.V. -idw- (05.07.2010)
 
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