Smart Home: Energieeffizienz-Haushalt der Zukunft
Das Smart Home der Forschungsinitiative MeRegioMobil auf dem GelĂ€nde des Karlsruher Instituts fĂŒr Technologie (KIT) ist bezugsfertig. Das Fertighaus mit einer FlĂ€che von etwa 80 Quadratmeter ist ein Prototyp fĂŒr den energieeffizienten Haushalt der Zukunft, der Elektrofahrzeuge als Stromspeicher und Stromverbraucher in die intelligente Steuerung des Haushalts miteinbindet. Ausgestattet mit den typischen Elementen Erzeuger, Verbraucher und Energiespeicher werden die Bewohner des Smart Homes das Modell fĂŒr den Energie-Haushalt von morgen testen können.
Journalistinnen
und Journalisten sind zur Einweihung am Freitag, 5. November 2010 von 10:00 bis
12:00 Uhr (KIT-Campus SĂŒd, Engelbert-Arnold-StraĂe 5, Geb. 11.10, Raum 105,
kleiner Hörsaal) und zum anschlieĂenden Presserundgang im Smart Home (KIT-Campus
SĂŒd, Leonhard-Sohncke-Weg, Geb. 30.37) herzllich eingeladen. (Anmeldung bitte
auf beiliegendem Formular.)
MeRegioMobil ist ein Gemeinschaftsprojekt von
Wirtschaft und Wissenschaft. Unter FederfĂŒhrung der EnBW kooperieren die Partner
KIT, Opel, Daimler, Bosch, SAP, die Stadtwerke Karlsruhe sowie das Fraunhofer
Institut fĂŒr System- und Innovationsforschung ISI. Ein Ziel des vom
Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projektes
ist es, innovative Elektrofahrzeuge als mobile Stromspeicher in das
Energiesystem von morgen zu integrieren.
Das Smart Home ist mit typischen
Verbrauchern und dezentralen Erzeugern ausgestattet. Als Stromerzeuger dienen
eine Photovoltaikanlage sowie eine Mikro-Kraft-WĂ€rme-Kopplungs-anlage.
Verbraucher sind typische GerÀte eines Haushaltes wie beispielsweise
Waschmaschine, SpĂŒlmaschine oder KĂŒhlschrĂ€nke. Bei den ElektrogerĂ€ten handelt es
sich sowohl um konventionelle, marktĂŒbliche GerĂ€te, als auch um âintelligente"
und damit steuerbare ElektrogerÀte.
Eine Ladestation bindet
Elektrofahrzeuge als Speicher und Verbraucher ein. Die Batterie des Fahrzeugs
kann in Niedriglastzeiten ĂŒberschĂŒssigen Strom aufnehmen und diesen in
Hochlastzeiten ins Netz zurĂŒckspeisen. So lassen sich Lastspitzen ausgleichen
und regenerative Energien aus schwankenden Quellen in das Energiesystem stÀrker
integrieren. Die Bewohner des Smart Home werden fĂŒr mehrere Monate in dem Haus
wohnen und die entwickelten Komponenten nutzen und bewerten.
Journalistinnen
und Journalisten sind zur Einweihung am Freitag, 5. November 2010 von 10:00 bis
12:00 Uhr (KIT-Campus SĂŒd, Engelbert-Arnold-StraĂe 5, Geb. 11.10, Raum 105,
kleiner Hörsaal) und zum anschlieĂenden Presserundgang im Smart Home (KIT-Campus
SĂŒd, Leonhard-Sohncke-Weg, Geb. 30.37) herzllich eingeladen. (Anmeldung bitte
auf beiliegendem Formular.)
Das Programm
der Einweihungsfeier des Smart Home:
10:00 Uhr BegrĂŒĂung
Professor
Eberhard Umbach, PrÀsident des KIT
Engelbert-Arnold-StraĂe 5, Geb. 11.10,
Raum 105 (kleiner Hörsaal)
10:10 Uhr Das Projekt MeRegioMobil,
Forschungsziel und praktische Anwendungen
Lars Walch, EnBW,
Gesamtprojektleiter
Engelbert-Arnold-StraĂe 5, Geb. 11.10, Raum 105 (kleiner
Hörsaal)
10:30 Uhr Das Smart Home
Professor Hartmut Schmeck,
Sprecher des Projekts am KIT
Engelbert-Arnold-StraĂe 5, Geb. 11.10, Raum 105
(kleiner Hörsaal)
10:50 Uhr PressefĂŒhrung Smart
Home
Leonhard-Sohncke-Weg, Geb. 30.37
12:00 Uhr Imbiss
Die
Rolle der Partner bei MeRegioMobil:
EnBW
Als KonsortialfĂŒhrer
untersucht die EnBW gemeinsam mit den Projektpartnern, wie sich Elektrofahrzeuge
ĂŒber intelligente Ladestationen an ein Hausenergiemanagementsystem (âSmart
Homeâ) anschlieĂen lassen. Hierzu gehören der Aufbau und der Betrieb einer
öffentlichen Lade- und Abrechungsinfrastruktur, die als offene Plattform mit
verschiedenen Energieversorgern und Fahrzeugherstellern
funktioniert.
Robert Bosch GmbH
Im Projekt MeRegioMobil ĂŒbernimmt
Bosch die prototypische Entwicklung der intelligenten Ladestation sowie die
Konzeptforschung fĂŒr ein Referenzmodell âIKT ElektromobilitĂ€tâ.
Daimler
AG
Als Projektpartner wird die Daimler AG verschiedene Elektrofahrzeuge fĂŒr
das Projekt bereitstellen. Zielsetzung ist es, Fahrzeuge mit einer intelligenten
Ladetechnologie (Smart Charging) auszustatten, die es ermöglicht, die Batterie
intelligent zu laden und auch Strom gesteuert in das Netz zurĂŒck zu speisen. So
werden die Voraussetzungen geschaffen, Elektrofahrzeuge in bestehende und
zukĂŒnftige Energienetze zu integrieren.
Fraunhofer Institut fĂŒr System-
und Innovationsforschung ISI
Das Fraunhofer-Institut fĂŒr System- und
Innovationsforschung ISI analysiert die kurz- und langfristigen Entwicklungen
von Innovationsprozessen sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer
Technologien und Dienstleistungen. Die Expertise liegt dabei in einer breiten
wissenschaftlichen Kompetenz und einem interdisziplinÀren, systemischen
Forschungsansatz. Das Fraunhofer ISI bringt in das Projekt MeRegioMobil seine
fundierte Erfahrung in den Bereichen Energiemanagement,
BetriebsfĂŒhrungsstrategien, Energienachfrage sowie Last- und Lademanagement mit
ein.
Karlsruher Institut fĂŒr Technologie (KIT)
Aufgabe des KIT ist es,
ein Demonstrationslabor zu errichten, um die Integration rĂŒckspeisefĂ€higer
ElekÂŹtrofahrzeuge und dezentraler Energieerzeugungsanlagen praktisch zu
erproben. ZusÀtzlich beschÀftig sich das KIT mit der Entwicklung neuartiger
Dienste, Steuerungskonzepten, GeschÀftsmodellen, Anreizsystemen und
Software-Architekturen sowie der Weiterentwicklung des Rechtsrahmens. Das KIT
ist mit elf LehrstĂŒhlen aus drei FakultĂ€ten an MeRegioMobil beteiligt.
Opel
Opel untersucht im Rahmen von MeRegioMobil neue, intelligente
Ladetechnologien, die in kĂŒnftigen Serienprodukten zur Anwendung kommen könnten.
Die VersuchstrĂ€ger auf Basis eines Elektro-Meriva verfĂŒgen ĂŒber eine
bidirektionale Batterie und eine Steuerelektronik, die âStrom-Tankenâ in
besonders kurzer Zeit sowohl mit 230-Volt-Haushaltsstrom als auch mit
400-Volt-Drehstrom zulÀsst. Die Demonstration dieser Zwei-Wege-Ladetechnologie
soll klÀren, wie die in einer leistungsfÀhigen Autobatterie gespeicherte Energie
zu Hause sinnvoll genutzt werden kann. Ein Hauptaugenmerk gilt dabei Strom aus
regenerativer Produktion.
SAP
Arbeitsschwerpunkt von SAP Research ist
die Konzeptforschung zur Markt- und Diensteplattform fĂŒr MeRegioMobil.
Untersucht wird die Einbindung von Infrastrukturdiensten und die UnterstĂŒtzung
von marktorientierten GeschÀftsprozessen, die durch die Integration von
Elektrofahrzeugen in das Stromnetz bei verstÀrkter Nutzung regenerativer
Energiequellen nötig werden. Weiterer Schwerpunkt sind Sicherheitsaspekte,
insbesondere Konzepte zur Wahrung des Datenschutzes bei der Kommunikation
zwischen Fahrzeug und LadesÀule und von Marktteilnehmern
untereinander.
Stadtwerke Karlsruhe
Im Rahmen des Projektes
MeRegioMobil leisten die Stadtwerke Karlsruhe einen Beitrag zum intelligenten
Lademanagement aus der speziellen Sicht eines Stadtwerks. Besonderes Augenmerk
liegt dabei auf der Implementierung der Ladeinfrastruktur fĂŒr Elektrofahrzeuge
sowie auf der dezentralen Erzeugung regenerativer Energien.
âMeRegioMobilâ ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der
Konsortialpartner EnBW Energie Baden-WĂŒrttemberg AG (KonsortialfĂŒhrer), Adam
Opel GmbH, Daimler AG, Fraunhofer-Institut fĂŒr System- und Innovationsforschung
(ISI), Karlsruher Institut fĂŒr Technologie (KIT), Robert Bosch GmbH, SAP AG und
den Stadtwerken Karlsruhe. Ziel des Modellvorhabens ist es, mit Hilfe moderner
Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) SchlĂŒsseltechnologien und Dienste
fĂŒr die Integration von Elektrofahrzeugen in bestehende und zukĂŒnftige Energie-
und Verkehrsnetze zu entwickeln und in Baden-WĂŒrttemberg zu erproben. Es ergĂ€nzt
damit das Forschungskonzept der âMinimum Emission Regionâ (Projekt MeRegio), die
durch die intelligente Vernetzung von z.B. Photovoltaikanlagen (dezentrale
Erzeugung), KĂŒhlgerĂ€ten (Verbrauch) und Batterie des Elektroautos (Speicher) den
CO2-AusstoĂ einer ganzen Region optimiert. MeRegioMobil ist Teil des
Förderprogramms âIKT fĂŒr ElektromobilitĂ€tâ, das vom Bundesministerium fĂŒr
Wirtschaft und Technologie in Partnerschaft mit dem Bundesministerium fĂŒr
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird.â
| Copyright: | © Informationsdienst Wissenschaft e.V. -idw- (29.10.2010) |
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