Handelsregeln fĂŒr Chemikalien beschlossen

Vertragsstaaten nehmen weitere gefÀhrliche Chemikalien in Rotterdamer Konvention auf

Im Rahmen der fĂŒnften Vertragsstaatenkonferenz des Rotterdamer Übereinkommens wurde heute Abend (Freitag, 24.Juni) die Liste der Chemikalien erweitert, deren internationaler Handel zukĂŒnftig die Zustimmung des EmpfĂ€ngerlandes zum Import voraussetzt. Dem jeweiligen Importland mĂŒssen bei diesem so genannten „Prior Informed Consent"–Verfahren zudem Informationen ĂŒber die Risiken fĂŒr die menschliche Gesundheit und die Umwelt bereitgestellt werden, um einen verantwortlichen Umgang sicherzustellen. Diese Regeln des Rotterdamer Übereinkommens gelten jetzt auch fĂŒr den Handel mit den Chemikalien Endosulfan, Alachlor sowie Aldicarb.

RĂŒckstĂ€nde des weit verbreiteten, giftigen Insektenvernichtungsmittels Endosulfan werden hĂ€ufig in Lebensmitteln, beispielsweise Kaffee oder Tee, gefunden. Das UnkrautbekĂ€mpfungsmittel Alachlor steht im Verdacht, in hohen Dosen krebserregend zu sein und ist sehr giftig fĂŒr GewĂ€sserorganismen. Aldicarb ist ein sehr giftiges Insektenvernichtungsmittel, das in der EU verboten ist, weil es insbesondere Vögel, RegenwĂŒrmer und Insekten gefĂ€hrdet.

Das Rotterdamer Übereinkommen ist im Jahr 2004 in Kraft getreten. Anhang III des Übereinkommens enthĂ€lt nunmehr 43 Chemikalien, davon 32 Pflanzensschutzmittel und 11 Industriechemikalien. Die neu aufgenommen Pflanzenschutzmittelwirkstoffe Alachlor, Aldicarb und Endosulfan unterliegen in der EU bereits Verboten bzw. strengen BeschrĂ€nkungen. Bislang wurden diese Stoffe weltweit gehandelt und verwendet, ohne dass alle ImportlĂ€nder ĂŒber die Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen informiert wurden oder dem Import zustimmen mussten.

 



Copyright: © Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (24.06.2011)
 
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