Klappe auf und weg: Unterflursysteme gelten als die Zukunft der Müllsammlung

Unterflursysteme sind die aktuelle Entwicklung der Müllsammlung von Kommunen und in Wohnanlagen. Die unterirdisch platzierten Behälter nehmen den Müll der Bürger über eine Einwurfsäule zentral auf. Der Gedanke dabei ist, dass Bürger ihren Abfall an zentralen Stellen sammeln, um die Entsorgung zu erleichtern, den öffentlichen Raum ansehnlicher zu gestalten, Geruchsbelästigungen zu vermindern und Schädlingen, wie Ratten, Tauben und sonstigen Tieren, den Zugang zu Abfällen zu erschweren.

Foto: M. Boeckh(10.10.2017) Am Markt gibt es unterschiedliche Unterflursysteme, die alle ähnlich funktionieren. Hersteller bieten diese Systeme meist mit Servicepaketen wie Wartung oder Schulung zur Eigenwartung an.
Die Firma Paul Wolff GmbH, Mönchengladbach, hat drei Designs in ihrer Reihe ‚U-Select’ (vgl. S. 42). Drei unterschiedliche Aufnahmesysteme erlauben fast jedem Entsorger die Handhabung der Behälter. Der Behälterboden hat eine integrierte Entwässerung und eine patentierte Verriegelung, die vorzeitiges Öffnen verhindert.
Ein eher funktionales Design liefert die H&G Entsorgungssysteme GmbH aus Burbach. Ihr ‚Europa-System’ besitzt eine Zugangskontrolle, die nur berechtigten Personen gestattet, ihren Müll in den Unterflursystemen zu entsorgen, und eine Füllstandssensorik, die frühzeitig Alarm schlägt, wenn der Behälter entleert werden möchte. So werden die Systeme nach Bedarf und nicht termingebunden von ihrem Müll befreit.
Der Standpunkt der Firma ist eindeutig: „Bei Unterflursystemen gibt es zwei Anwendungsmöglichkeiten“, so Stephan Porth, Vertriebsleiter national bei H&G. „Einmal den öffentlichen Bereich für beispielsweise Papier und Glas, und dann den kommunalen Bereich der Wohnungswirtschaft. Im kommunalen Bereich geht das nur über den kommunalen Entsorger, der vorschreibt, welche Entsorgungssysteme wo in der entsprechenden Kommune aufgestellt werden können. Die Wohnungswirtschaft ihrerseits ist an diesen Systemen durchaus interessiert, muss dem kommunalen Entsorger jedoch das Konzept so vorlegen, dass dieser seiner Verpflichtung der Entsorgung / Entleerung auch nachkommen kann“, erläutert Porth einige Hürden bei der Einrichtung solcher Systeme...
Unternehmen, Behörden + Verbände: Paul Wolff GmbH, Mönchengladbach, H&G Entsorgungssysteme GmbH, Burbach, Hillebrandt Stahl- und Behälterbau GmbH, Greven, Bauer GmbH, Südlohn, German EcoTec GmbH, Elmshorn
Autorenhinweis: Hertha-Margarethe Kerz, Hamburg und M. Boeckh
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 5 - Oktober 2017 (Oktober 2017)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Hertha-Margarethe Kerz
Martin Boeckh

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Bewegte Bilder für komplexe Themen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2020)
Dieser Artikel beleuchtet am Beispiel von „Fluss.Mensch.Zukunft.“, wie das Medium Film komplexe, wissenschaftliche Themen leicht verständlich sowie interessant für die Öffentlichkeit aufzubereiten vermag. Eine sachgemäße, fischereiliche Bewirtschaftung von Fließgewässern im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens ist eine komplexe Aufgabe, die v. a. tiefgreifendes Wissen zum Gewässer und dessen Bewohnern erfordert. Der Film konnte das Interesse am Thema erweitern oder überhaupt erst wecken.

Das Lahnfenster Hessen - Besucher-zentrum und Umweltbildungseinrichtung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2020)
In der Beobachtungsstation des Lahnfensters können Fische auf ihrer Wanderung durch eine Fischaufstiegsanlage beobachtet werden. Zusätzlich installierte Fenster bieten die Möglichkeit, Wasserbewohner in ihrer natürlichen Umgebung zu entdecken. Außerdem wurde eine Flachwasserzone angelegt, in der sich vor allem Jungfische sammeln. Oberhalb der Beobachtungsstation befindet sich die Aussichtsplattform mit Info-Tafeln und Touch-Kiosk. Die Intention des Lahnfensters ist, die Notwendigkeit der Durchgängigkeit der Fließgewässer darzustellen und die Bevölkerung über diese zu informieren.

Training on the job: Sortierroboter setzt Standards bei der Rückgewinnung von Wertstoffen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (5/2018)
Der Sortierroboter ‚Max AI’ aus dem Hause BHSt Bulk Handling Systems und NRT kann mit einer Maschine gleichzeitig bis zu sechs verschiedene Fraktionen aus dem Materialstrom aussortieren.

Maßnahmen zur Abfallvermeidung im Landkreis Bayreuth
© Bayerisches Landesamt für Umwelt (5/2017)
Verfahrensanweisung im Umgang mit Abfällen Förderung von Strategien zur Abfallbeseitigung, zum Beispiel: Mehrweggebot bei Veranstaltungen Abfallarme Beschaffung (Mehrwegflasche, Recyclingpapier) Papiersparendes Büro Elektronische Akte Verwendung wiederbefüllbarer Tonerkatuschen für Drucker sowie Stifte mit austauschbarer Miene usw...

Maßnahmen zur Abfallvermeidung im Landkreis Miesbach
© Bayerisches Landesamt für Umwelt (5/2017)
Projekte im Landkreis Miesbach 2016/17 1. Betrieb eines Flohmarktes auf dem Gelände des Wertstoffzentrums 2. Aktion Gebraucht und Gut in Zusammenarbeit mit der Diakonie Oberbayern, den Oberland Werkstätten, BRK 3. Abfallvermeidungsprojekt mit weiterführenden Schulen 4. Umstellung des Reklamationsverfahrens auf papierlos seit 1.1.2016

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Abfallausstellung
Nur wer die Geschichte kennt,
siegt im ewigen Kampf
gegen den Müll