Nachhaltige Wasserkraftnutzung – Wo stehen wir 10 Jahre nach Erscheinen der WCD-Empfehlungen?

Großstaudämme stehen nach einer längeren Diskussionsphase wieder auf der Agenda internationaler Finanzierungsorganisationen und Entwicklungsländern mit großem Wasserkraftpotenzial. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat sich auf die Empfehlungen der World Commission Dams (WCD) verpflichtet und versucht diese Empfehlungen umzusetzen. Dieser Artikel stellt die Rolle der deutschen Entwicklungszusammenarbeit 10 Jahre nach Erscheinen des WCD- Berichtes dar. Auf der Basis von zwei Beispielen, dem Staudamm-Dialog in Ghana und der Unterstützung des Hydropower-Sustainability- Assessment-Forums, sollen die Ziele und Motive der deutschen Entwicklungszusammenarbeit verdeutlicht werden.

Die Einsetzung der Weltstaudammkommission (World Comission on Dams, WCD) stellt einen Höhepunkt der konfliktbehafteten Debatte um große Staudämme während der 1990er Jahre dar. Gruppierungen, die soziale Ziele verfolgen, und Umweltaktivisten setzten die Weltbank und andere Organisationen mit dem Ziel unter Druck, den Bau weiterer großer Staudämme zu beenden. Ihre Kritik richtete sich gegen die negativen sozialen und ökologischen Folgen, die durch große Staudämme entstehen. Die Debatten und Konflikte um große Staudämme sind jedoch weitaus komplexer als sie auf den ersten Blick erscheinen, denn sie werfen fundamentale Fragen in Bezug auf die Entwicklung einer Gesellschaft auf. Gegner und Befürworter von Staudämmen besitzen dabei unterschiedliche Motivationen [1]. Deshalb sind die Debatten um große Staudämme eher Debatten um politische Interessen und Entscheidungsfindungsprozesse, denn Debatten um technische und wissenschaftliche Abwägungen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 04 / 2010 (April 2010)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Cathleen Seeger

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