Ressourcenschutz hautnah erleben

Ein langer Tag erwartet die Klima-Bündnis-Delegation, als sie morgens um 7 Uhr mit dem Bus zur Goldmine „Yanacocha“ bei Cajamarca (Peru) aufbricht. Im Hochland Perus wollen sich die 14 Vertreter von Städten und Organisationen aus Deutschland, Luxemburg, Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Dänemark und Brasilien über die massiven Auswirkungen informieren, die durch den jahrelangen Erzabbau in der größten Goldmine Lateinamerikas entstanden sind: Das Gebiet gleicht einer Mondlandschaft, die Folgen sind Wassermangel, verseuchte Umwelt und Gesundheitsprobleme bei den Anwohnern. Die Delegationsreise befasst sich mit dem Thema (Über-) Konsum und seine Konsequenzen in den Erzeugerländern und ist wichtiger Bestandteil des von der Europäischen Kommission geförderten Projektes „From Overconsumption to Solidarity“.

Das Overconsumption-Projekt richtet sich in erster Linie an Kommunen und Organisationen und ist eine Neuheit in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit: 16 Nichtregierungsorganisationen aus Amazonien, Westafrika, Indien und Europa – darunter das Städtenetzwerk Klima-Bündnis – haben sich zusammengeschlossen, um die Bürger in Europa für eine global nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren. Ziele sind dabei Verhaltensänderungen zu bewirken, die zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen führen und die Beseitigung von extremer Armut und Hunger fördert. Bausteine des Projektes sind drei Wanderausstellungen, die – für Mitgliedskommunen gebührenlos – beim Klima-Bündnis ausgeliehen werden können. Sie thematisieren den Klimawandel und seine Folgen sowie den Ressourcenverbrauch mit seinen sozialen und ökologischen Auswirkungen auf die Menschen im Süden.



Copyright: © ANS e.V. HAWK
Quelle: 75. Symposium 2014 (Oktober 2014)
Seiten: 3
Preis: € 0,00
Autor: Sabine Morin

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