Synergien, Zielkonflikte und Lösungsansätze zwischen Moorwiedervernässung und Wasserwirtschaft


Die Notwendigkeit der Moorwiedervernässung für Klima-, Boden-, Natur- und Gewässerschutz ist unbestritten. In der Umsetzungspraxis treten fachlich-rechtliche Konflikte auf, vor allem in den Feldern Naturschutz und Wasserwirtschaft. Dies wird im Sinne von Konflikt- und Synergiepotenzialen und im Hinblick auf mögliche Lösungen beleuchtet.

Für eine Strategie der Wiedervernässung der Moore stehen direkt oder indirekt insbesondere European Green Deal, Europäisches Klimaschutzgesetz, Natura-2000-Richtlinien, Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sowie Bundes-Klimaschutzgesetz, Nationale Moorschutzstrategie [7], Nationale Wasserstrategie, Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz [9], aber auch Moorschutzstrategien und -programme der Bundesländer (z. B. [10]. Entwässerte Moore sind klimaschädlich, da sie Treibhausgase emittieren, statt Kohlenstoff zu akkumulieren, gewässerschädlich, da sie Nährstoffe freisetzen, sie schaden dem Landschaftswasserhaushalt und sie entziehen Flora und Fauna spezifischen Lebensraum; zudem sind solche Moore zugleich degradierte Bodenstandorte (ausführlich z. B. [11]). Entscheidend für das Ausmaß der Schädigung ist der Entwässerungsgrad, so dass bereits mit Wasserstandanhebungen Verbesserungen erreicht werden können.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 07/08 (August 2025)
Seiten: 6
Autor: Dr. rer. nat. Dr. agr. Dietmar Mehl
M. Sc. Lara Massa

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