Verschmutzung der Spülsäume durch Schiffsmüll (Marine Litter) an den Küsten des Nordostatlantiks

Die Belastung der Küsten durch Schiffsmüll (Marine Litter) im Gebiet der Oslo-Paris-Konvention ist unverändert hoch. Wie aktuelle Erfassungsergebnisse zeigen, ist ein Haupteintragspfad der Fischerei zuzuordnen. Bisherige legislative Maßnahmen haben offenbar nicht zum gewünschten Erfolg geführt.

Die Gesamtbelastung der Spülsäume des Nordostatlantiks im Erfassungszeitraum 2001 – 2006 ist unverändert auf hohem Niveau. Die Ergebnisse der Erfassungen zeigen, dass die Ausweisung der Nordsee als Sondergebiet gemäß MAROPL Annex V im Jahre 1991 sowie die Einführung von Entsorgungsregelungen im Rahmen der EG-Richtlinie 2000/59 über Hafenauf- fangeinrichtungen für Schiffsabfälle und Ladungsrückstände im Zeitraum 1992 bis 2002 an der Deutschen Nordseeküste so- wie im Zeitraum 2001 – 2006 im gesam ten OSPAR-Gebiet nicht zu einer Reduk tion des an die Küsten angeschwemmten Mülls geführt haben. Die Quellen der Müllbela- stung sowie das Gesamtmüllaufkommen im OSPAR-Gebiet sind regional sehr unterschiedlich.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 09/2008 (Oktober 2009)
Seiten: 6
Preis: € 10,90
Autor: Martin Schulze Dieckhoff
David Fleet

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