Abfallvergärungsanlagen als Modell für ein optimiertes Stoffstrommanagement in der biologischen Abfallbehandlung – Beispiele aus den Städten Regen und Passau

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Donau-Wald mbH (AWG) ist zu 100 Prozent eine Tochtergesellschaft des bayerischen Zweckverbandes Abfallwirtschaft Donau-Wald (ZAW).Der ZAW setzt sich aus den Landkreisen Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau, Regen und der kreisfreien Stadt Passau zusammen und nimmt in seinem Gebiet die staatliche Aufgabe der ordnungsgemäßen Abfallbeseitigung und Verwertung wahr. In diesem Zweckverband leben ca. 520.000 Einwohner. Das Einzugsgebiet umfasst eine Fläche von ca. 4.500 km2. Der ZAW ist damit einer der größten in Bayern. Zur Verwertung ihrer Bio- und Grüngutabfälle nutzt die AWG ihre Tochter BBG Donau-Wald KU (BBG). Die SIUS GmbH ist von der BBG mit der Werkleitung beauftragt.

Das besondere Konzept der BBG besteht darin, dass man aus den vorhandenen biologischen Abfällen (Grüngut und Bioabfall) thermische und elektrische regenerative Energie unter Beibehaltung der hervorragenden düngenden Eigenschaften der Komposte gewinnt. Man kombiniert die energetische mit der stofflichen Nutzung und entzieht die Biomasse nicht durch Verbrennung der Biosphäre sodass man lässt die regenerative Energie nicht einfach bei der aeroben Kompostierung ungenutzt verpuffen lässt. Dabei sollen die Synergien zwischen den einzelnen Bereichen der BBG und innerhalb der Anlagen voll genutzt und die vorhandenen Mengenprobleme in den Anlagen und in der Vermarktung reduziert bzw. beseitigt werden. Das Ziel ist eine sichere, langfristig planbare und wirtschaftlich günstige Verwertung der getrennt gesammelten Bioabfälle aus Haushalten sowie der anfallenden Garten- und Parkabfälle.



Copyright: © ANS e.V. HAWK
Quelle: 74. Symposium 2013 (Oktober 2013)
Seiten: 2
Preis: € 0,00
Autor: Michael Buchheit

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