Verfügbarkeitsbewertung von Rohstoffverbräuchen in Ökobilanzen

Ökobilanzen sind ein anerkanntes Werkzeug zur Analyse der entlang eines Produktlebensweges (Rohstoffgewinnung, Herstellung, Nutzung, Entsorgung) auftretenden ökologischen Konsequenzen. Während bislang überwiegend Umweltwirkungen, wie Klimaänderung, Versauerung, oder Toxizität, im Vordergrund standen, sind zunehmend auch Fragen der eingesetzten Rohstoffe und deren Verfügbarkeit von Interesse. Dies gilt besonders für Produkte, für deren Herstellung verfügbarkeitskritische Rohstoffe eingesetzt werden, wie z.B. Elektroantriebe oder Lithium-Ionen Batterien.

Trotz dieser Entwicklung, ist die Bewertung des Rohstoffverbrauchs in Ökobilanzen bisher unzureichend gelöst, da mit bestehenden Indikatoren erzielte Ergebnisse ausschließlich durch den Verbrauch von fossilen Energieträgern dominiert werden. Als kritisch wahrgenommene Rohstoffe, wie seltene Erden oder Kupfer, liefern i.d.R. keinen nennenswerten Beitrag zu den Indikatorergebnissen.

In dieser Arbeit werden zunächst die Methodik der Ökobilanz als auch die vorhandenen Ansätze zur Bewertung der Rohstoffverfügbarkeit vorgestellt. Anschließend werden neue Ansätze zur Bewertung der physischen und sozioökonomischen Verfügbarkeit von Rohstoffen vorgestellt und anhand eines Beispiels illustriert.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Recycling und Rohstoffe 6 (2013) (Juni 2013)
Seiten: 10
Preis: € 10,00
Autor: Dipl.-Ing. Markus Berger
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Laura Schneider
Vanessa Bach
Prof. Dr. rer. nat. Matthias Finkbeiner

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

:metabolon – Vom Reststoff zum Wertstoff - Von der Deponie zum Innovationsstandort für Ressourcenmanagement
© Wasteconsult International (12/2014)
Das Entsorgungszentrum Leppe, im oberbergischen Lindlar gelegen, ist seit Beginn der achtziger Jahre die Zentraldeponie für den Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis. Die zunehmende Verfüllung des rund 45 ha großen Areals ist vom Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV) gemeinsam mit den beiden Kreisen sowie den beteiligten Kommunen zum Anlass genommen worden, dem Standort mit dem Regionale 2010 Projekt „:metabolon“ ein völlig neues Gesicht zu verleihen. Unter dem Motto „Stoffumwandlung“ (= Metabolismus) ist Bestehendes auf dem Gelände neu in Wert gesetzt und inszeniert worden.

GLOCAL – An ecosystem-based business model
© European Compost Network ECN e.V. (6/2014)
A potentially game-changing business model is currently being trialled on the island of Mallorca. Ecover, Forum for the Future, GICOM, Daniel Wahl, the University of the Balearic Islands, the local industry Clusters and several local entrepreneurs are working together to pilot a distributed manufacturing model that: • produces locally but draws on the global R&D knowledge held by Ecover • uses local bio-based resources that would otherwise be considered as waste

Abfallvergärungsanlagen als Modell für ein optimiertes Stoffstrommanagement in der biologischen Abfallbehandlung – Beispiele aus den Städten Regen und Passau
© ANS e.V. HAWK (10/2013)
Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Donau-Wald mbH (AWG) ist zu 100 Prozent eine Tochtergesellschaft des bayerischen Zweckverbandes Abfallwirtschaft Donau-Wald (ZAW).Der ZAW setzt sich aus den Landkreisen Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau, Regen und der kreisfreien Stadt Passau zusammen und nimmt in seinem Gebiet die staatliche Aufgabe der ordnungsgemäßen Abfallbeseitigung und Verwertung wahr. In diesem Zweckverband leben ca. 520.000 Einwohner. Das Einzugsgebiet umfasst eine Fläche von ca. 4.500 km2. Der ZAW ist damit einer der größten in Bayern. Zur Verwertung ihrer Bio- und Grüngutabfälle nutzt die AWG ihre Tochter BBG Donau-Wald KU (BBG). Die SIUS GmbH ist von der BBG mit der Werkleitung beauftragt.

Möglichkeiten der Kommunen zur effizienteren Wertstoffverwertung
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (6/2013)
Der Verbrauch natürlicher Ressourcen darf die Tragfähigkeitsgrenzen der Umwelt nicht übersteigen. Dies lässt sich zukünftig nur dann erreichen, wenn die Ressourcen effizienter genutzt werden. Abfallvermeidung hat demnach absolute Priorität, gefolgt von Wiederverwendung, Recycling, energetischer Verwertung und der abschließenden Beseitigung.

Bedeutung der Datenverarbeitung bei Herstellung, Transport, Handel, Verwertung und Einsatz von Recyclingmaterial
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (6/2013)
Die Produktion von Recyclingprodukten unterliegt – wie bei allen Wirtschaftsprodukten – den Gesetzen und wertgebenden Regeln der freien Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage, Qualität, Verfügbarkeit, Fertigungskapazitäten, Rohstoffsicherheit bestimmen den Marktwert. Aber dieser Markt hat auch Besonderheiten, die mit Hilfe der Erfassung und Verarbeitung von Daten bewältigt werden können.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?