Und sie dreht sich doch: Abfallverbrennung lohnt sich auch in Schwellenländern

Abfallverbrennung in Schwellenländern existiert längst. Um dort auch Energie aus Abfall zu gewinnen, müsste man Zero Gate Fee Anlagen bauen; das sind Anlagen, deren Betrieb sich aus dem Verkauf von Strom finanziert. Die global tätige Firma Ramboll Waste-to-Energy arbeitet an entsprechenden Konzepten.

Foto: Martin Brunner, Ramboll AG(12.03.2016) Auch in Schwellenländern gibt es die Abfallverbrennung. Leider. Denn natürlich wird sie nicht in modernen Anlagen durchgeführt, sondern als offenes Feuer auf den Deponien – mit den bekannten negativen Auswirkungen für Mensch und Umwelt. „Die Deponien entwickeln sich durch die Verschmutzung des Wassers, die Ausbreitung von Krankheiten und durch abrutschende Deponieteile zu einem erheblichen Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsrisiko“, sagt Martin Brunner, Geschäftsleiter der Ramboll Niederlassung in der Schweiz, einem Unternehmen, das sich mit der Planung, dem Engineering, der Beratung, der Projekt- und Gesamtbauleitung in den Bereichen Energie aus Abfall und Fernwärme/ Fernkälte befasst. Die große Herausforderung für die Abfallwirtschaft stellen die Länder dar, in welchen die Abfälle noch in – häufig ungeordneten – Deponien abgelagert werden. Die Versuche, thermische Abfallbehandlungsanlagen in Schwellen- und Entwicklungsländern erfolgreich zu bauen und zu betreiben, scheiterten bisher vor allem an den Kosten. „Denn Energie aus Abfall ist, auch bei Berücksichtigung der Erlöse aus dem Energieverkauf, um ein Mehrfaches teurer als die Deponie oder die konventionelle Energieerzeugung“, so Martin Brunner. Die Problematik zeigt eine Veröffentlichung...


Unternehmen, Behörden + Verbände: Ramboll AG, HitachiZosen
Autorenhinweis: Anette Weingärtner, Berlin
Foto: Martin Brunner, Ramboll AG



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 01/02 - März 2016 (März 2016)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Anette Weingärtner
Martin Boeckh

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